APO-MD-PPE: Integriertes Produkt- und Prozeß-Engineering (iPPE) ( RELNAPO_30A_SP1_MD_PPE )

APO-MD-PPE: Integriertes Produkt- und Prozeß-Engineering (iPPE) ( RELNAPO_30A_SP1_MD_PPE )

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Kurztext

APO-MD-PPE: Integriertes Produkt- und Prozeß-Engineering (iPPE)

Verwendung

Das iPPE dient dazu, die Stammdaten von Produkten über den gesamten Lebenszyklus von der frühen Phase über die Fertigung bis zur operativen Nutzung und Entsorgung hinweg in einem Datenmodell abzubilden. Dazu wurde die zum Release SAP-Automotive 1.0 entstandene Funktion der Produkt-Varianten-Struktur (PVS) zum SAP-Automotive 2.0 (DI 4.6B) und APO 3.0A (First Customer Shipment und Support Package 1) um die Funktionen Arbeitsplan und Liniendesign zum integrierten Produkt- und Prozeß-Engineering (iPPE) erweitert. Die drei Applikationen werden in der gleichen Anwendung gepflegt und sind funktional miteinander verbunden.

Anwendungsobjekte des iPPE

Das IPPE kann dazu verwendet werden, sowohl die Stammdaten konfigurierbarer Produkte als auch die nichtkonfigurierbarer Produkte zu pflegen. Dabei dient die Produkt-Varianten-Struktur (PVS) dazu, die Daten konfigurierbarer Produkte darzustellen und der Variantenbaukasten dazu die Daten nichtkonfiguierbarer Produkte. Zusammengefaßt werden die beiden Anwendungen PVS und Variantenbaukasten in der Funktion der Produktstruktur.

Durch die Verwendung von Klassen und Merkmalen des SAP-Klassensystems können im iPPE auch Plattformstrategien abgebildet und die entsprechenden Produkte konfiguriert werden.

Weitere Informationen zur Produktstruktur erhalten Sie in der Release-Info iPPE-Produktsstruktur.

Die Funktion iPPE-Arbeitsplan (iPPE-Prozeßstruktur) enthält die Daten für die Planung der Arbeitsabläufe auf getakteten miteinander verknüpften Linien auf denen immer gleiche oder ähnliche Produkte bearbeitet werden. Die Prozeßstruktur bildet die Grundlage für die Abtaktung im Liniendesign (iPPE-Fabriklayout).

Mehr Informationen zur iPPE-Prozeßstruktur erhalten Sie in der Release-Info iPPE-Prozeßstruktur.

Das Liniendesign (iPPE-Fabriklayout) dient im Rahmen des integrierten Produkt- und Prozeß-Enigneerings dazu, die Struktur und die Eigenschaften von Fertigungslinien als Stammdaten im System anzulegen. Für komplexe Linien kann eine Abtaktung durchgeführt werden, bei der der optimale Arbeitsinhalt der einzelnen Linienabschnitte festgelegt werden kann.

Mehr Informationen zum iPPE-Liniendesign (Factory-Layout) erhalten Sie in der Release-Info iPPE-Liniendesign.

Benutzerprofile und Oberfläche

Da das integrierte Produkt- und Prozeß-Engineering die Pflege und Verwaltung aller Stammdaten beinhaltet, die den Lebenszyklus eines Produktes betreffen, ist es von Vorteil die Menge der Daten, die einem einzelnen Benutzer zur Verfügung stehen, einzuschränken. Im iPPE geschieht dies über die Verwendung von Benutzerprofilen. Diese Benutzerprofile können für einzelne Arbeitsbereiche, z.B. Prozeßplaner oder Stücklistensachbearbeiter, definiert werden. Ein oder mehrere Benutzer können dann diesen Profilen zugeordnet werden. Dadurch wird gewährleistet, daß die Mitarbeiter aus der Menge der Daten nur die Daten im iPPE sehen, die ihren Arbeitsbereich direkt betreffen.

Die Oberfläche des iPPE ist so gestaltet, daß es möglich ist, im linken Bildschirmbereich Strukturen des iPPE anzuzeigen und zu bearbeiten und gleichzeitig im rechten Bildschirmbereich Detailinformationen zu einem Objekt zu sehen.

Aufbau des iPPE

Da das integrierte Produkt- und Prozeß-Engineering die Pflege und Verwaltung mehrerer Arten von Stammdaten abdeckt, ist das Datenmodell und die dazugehörigen Objekte abstrakt und wird für die jeweilige Anwendung über das Customizing konkretisiert.

Das integrierte Produkt und Prozeß-Engineering setzt sich aus den folgenden technischen Objekten zusammen:

  • Knoten
Knoten stellen allgemein Funktionen im Produkt dar. In der Produktstruktur steht ein Knoten "Karosserie" bspw. dafür, daß in dem Produkt eine Karosserie vorhanden sein muß. Das konkrete Material, in diesem Fall bspw. "Karosserie Kombi" wird an dem Knoten als Variante gepflegt. Die Menge der Varianten an einem Knoten ist nicht limitiert und diesen ist immer ein konkretes Material zugeordnet, das im zu fertigenden Produkt benötigt wird.
  • Varianten
Varianten repräsentieren die verschiedenen Ausprägungen eines Knotens. Wenn für ein Auto z.B. 5 verschieden Radiotypen vorgesehen sind, unter denen der Kunde wählen kann, dann steht für jeden Radiotyp eine Variante am Knoten und jeder Variante ist genau ein konkretes Radio zugeordnet, das über das Beziehungswissen dann letztendlich für das Endprodukt ausgewählt werden kann.
  • Alternativen
Wenn ein Produkt bspw. pro Lokation eine andere Auflösung hat kann dies über Alternativen am Knoten abgebildet werden. Dafür muß keine neue Produktstruktur aufgebaut werden, sondern die Alternative wird dazu herangezogen die alternative Auflösung innerhalb ein und derselben Produktstruktur zu dokumentieren.
Im Falle der Prozeßstruktur dient die Alternative (Modus) dazu, die Ressourcenzuordnung für die jeweilige Aktivität im Arbeitsplan festzulegen.
  • Beziehung
Die Beziehung dient dazu, die technischen Anwendungsobjekte miteinander zu verbinden. Die im iPPE möglichen Beziehungen werden ebenfalls im Customizing festgelegt. Sie treten allerdings nicht sichtbar in Erscheinung.

Für alle Anwendungsobjekte des iPPE gilt, daß es möglich ist, Strukturen und Daten zunächst auf abstrakter bzw. funktionaler Ebene zu pflegen, ohne daß z.B. konkrete Produkte schon im System vorhanden sind. Diese Strukturen können während der weiteren Phasen, die das Produkt während des Lebenszyklus durchläuft, mit konkreten Daten und Informationen ausgefüllt werden.

Auswirkungen auf den Datenbestand

Klassische Stücklisten und Arbeitspläne können mit Hilfe eines Migrationstools im SAP-Automotive 2.0 in Objekte und Strukturen des iPPE migriert werden. Die migrierten Objekte können dann mit Hilfe der CIF-Schnittstelle in den APO 3.0A (FCS und SP1) übernommen werden.

Es ist möglich, Daten und Strukturen des iPPE sowohl im DI-System also auch im APO-System zu pflegen und anzulegen. Um ein durchgängiges Szenario zu gewährleisten, ist es jedoch erforderlich, die Pflege der Daten im DI-System vorzunehmen und anschließend die Daten über die CIF-Schnittstellen in das APO-System zu übertragen. Dort findet dann die Planung statt und die anschließende Rückmeldung wird wieder im DI-System durchgeführt.

Auswirkungen auf die Datenübernahme

Auswirkungen auf die Systemverwaltung

Auswirkungen auf das Customizing

Das Customizing des iPPE können Sie unter Advanced Planner and Optimizer (APO) ->Stammdaten -> integriertes Produkt- und Prozeß-Engineering.






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