FIN_ACC_GROUP_CLOSE: Business Function Group Close (neu) ( RELNSEM-BCS_602_GRPCLS_M )
RFUMSV00 - Advance Return for Tax on Sales/Purchases CPI1466 during BackupDiese Dokumentation steht unter dem Copyright der SAP AG.
Kurztext
FIN_ACC_GROUP_CLOSE: Business Function Group Close (neu)
Verwendung
Ab Business Consolidation 6.0, Enhancement Package 2 (SEM-BCS 6.02), ist die Business Function Group Close verfügbar. Im Rahmen dieser Business Function können Sie die im Folgenden beschriebenen Funktionen nutzen.
Allgemeines/Infrastruktur
Zeitabhängige Attribute für Konsolidierungseinheitenkombinationen
Die Standard-Attribute für Konsolidierungseinheitenkombinationen sind nunmehr zeitabhängig. Beispiele für solche Attribute sind: Jahr/Periode der Erstkonsolidierung, Jahr/Periode der Endkonsolidierung, Erstkonsolidierung am Periodenende sowie Endkonsolidierung am Periodenanfang. Auf diese Weise kann eine Konsolidierungseinheitenkombination in der Kapitalkonsolidierung mehrere Vorgangspaare für Erstkonsolidierung und Endkonsolidierung haben. Mit anderen Worten: Eine Konsolidierungseinheitenkombination kann im Verlauf ihrer Existenz mehrere Male erst- und endkonsolidiert werden.
Auch die Funktion der kundendefinierten Attribute für Konsolidierungseinheitenkombinationen wurde
erweitert: Ein kundendefiniertes Attribut kann nunmehr zeitabhängig definiert werden. Funktionen
wie die Validierung und die Umgliederung können nun die kundendefinierten zeitabhängigen
Attribute verwenden, so dass es - auch nach der Änderung von solchen Attributen - bei der Wiederholung der Maßnahmen in vorhergehenden Perioden zu fehlerfreien Ergebnissen kommt.
Um die zeitabhängigen kundendefinierten Attribute verwenden zu können, müssen Sie
in der Datenbasis ein zweites DataStore-Objekt (DSO) für Konsolidierungseinheitenkombinationen verwenden, das die zeitabhängigen Felder und Attribute enthält.
Perioden immer explizit öffnen
Bislang waren die Perioden standardmäßig geöffnet; so konnte das System Maßnahmen verarbeiten. Pro Konsolidierungsgebiet können Sie nunmehr festlegen, ob Perioden immer explizit geöffnet werden müssen. Wenn Sie diese Option wählen, sind alle Perioden standardmäßig geschlossen, und nur in solchen Perioden, die zuvor explizit geöffnet wurden, können Sie Konsolidierungsmaßnahmen ausführen. Dies erleichtert die Kontrolle über den Konsolidierungsprozess.
Aktivierung im Customizing
Sie aktivieren die Funktion Perioden explizit öffnen, indem Sie im Konsolidierungsgebiet das entsprechende Kennzeichen setzen (in der Prozess-Sicht Konsolidierungsworkbench unter Datenmodell -> Konsolidierungsgebiet, Registerkarte Einstellungen).
Methodenausführung im Echtlauf
Es ist nunmehr möglich, in der Workbench die Methoden der folgenden Methodentypen im Echtlauf mit Anforderungsbild auszuführen: Datenübernahme, flexibler Upload, Laden aus Datenstrom, Kopieren, Löschen, Validierung, Währungsumrechnung, Rundung, Konzernaufrechnung, Umgliederung, Allokation.
Parallele Ausführung von Maßnahmen, die auf Konsolidierungseinheiten buchen
Um die Systemlast auf mehrere Applikationsserver zu verteilen und somit schneller Ergebnisse zu erzielen, wurde das bisherige Rahmenkonzept für die parallele Ausführung von Maßnahmen erweitert: Nunmehr können auch einzelne Maßnahmen, die auf Konsolidierungseinheiten buchen, parallel ausgeführt werden.
Mehrperiodenkonsolidierung
Mit der Mehrperiodenkonsolidierung werden Ihre Planungs- und Prognoseprozesse nun sehr viel besser unterstützt. Mit der Mehrperiodenkonsolidierung können Sie Maßnahmen und Maßnahmengruppen für einen Zeitraum durchführen, der mehrere Perioden umfasst. Sie können also mehrere Perioden verarbeiten, ohne zwischenzeitlich die Parameter ändern zu müssen.
Mit einem sog. Konsolidierungszyklus definieren Sie diejenigen Perioden, die anschließend im Monitor gemeinsam verarbeitet werden sollen. Einen solchen Konsolidierungszyklus ordnen Sie der relevanten Versionskombination zu und geben eine Startperiode an. Aufgrund dieser Customizing-Einstellungen stehen Ihnen im Monitor folgende Funktionen zur Verfügung:
- Sie können Maßnahmengruppen in den verbleibenden Perioden eines Konsolidierungszyklus ausführen.
- Sie können Maßnahmengruppen und einzelne Maßnahmen in den verbleibenden Perioden sperren, entsperren oder zurücksetzen.
- Sie können im Monitor mithilfe von Drucktasten schnell zwischen Perioden eines Konsolidierungszyklus navigieren.
Zusätzlich werden nun auch mehrere Saldovortragsmaßnahmen unterstützt, die auf spezifischen Kontierungsebenen arbeiten und sogar Daten aus einer Quellversion kopieren können. Darüber hinaus können Sie nun Maßnahmengruppen auch über Anforderungsbild in Einzelperioden oder in den verbleibenden Perioden eines Konsolidierungszyklus ausführen bzw. zur Ausführung im Batch-Modus einplanen.
Aktivierung im Customizing
Sie aktivieren die Funktion Mehrperiodenkonsolidierung, indem Sie im Konsolidierungsgebiet das entsprechende Kennzeichen setzen (in der Prozess-Sicht Konsolidierungsworkbench unter Datenmodell -> Konsolidierungsgebiet, Registerkarte Einstellungen).
Workflow zum Genehmigen von Statusänderungen an Maßnahmen
SAP Business Workflow ist nunmehr in den Konsolidierungsmonitor integriert: Sofern Sie für eine Maßnahme einen Workflow vorgesehen haben, können Sie die Maßnahme nur noch sperren oder auf Benutzerwunsch sperren, wenn die Statusänderung im Workflow-Genehmigungsprozess genehmigt wurde. Sie können im Customizing einer Maßnahme festlegen, ob ein Workflow gestartet wird, wenn ein Bearbeiter im Konsolidierungsmonitor für die Maßnahme "Sperren" oder "Sperren auf Benutzerwunsch" wählt; dazu müssen Sie der Maßnahme eine entsprechende Workflow-Variante zuordnen. Sie können die genehmigenden Personen für den Workflow entweder statisch in der Workflow-Variante festlegen, oder das System kann die genehmigenden Personen dynamisch bestimmen, sofern Sie der Konsolidierungseinheit bzw. dem Konsolidierungskreis das Attribut "genehmigende Person" zugeordnet haben.
Wenn der Bearbeiter im Konsolidierungsmonitor für eine Maßnahme "Sperren" wählt, erhält die Maßnahme den Status "gesperrt, Genehmigung ausstehend" (oder bei Sperren auf Benutzerwunsch: "gesperrt auf Benutzerwunsch, Genehmigung ausstehend"). Die genehmigenden Personen erhalten eine Benachrichtigung im Eingang des Business Workplace; anschließend können Sie die Statusänderung genehmigen oder ablehnen. Erst nachdem alle genehmigenden Personen die Statusänderung genehmigt haben, setzt das System den Maßnahmenstatus auf "gesperrt" bzw. "gesperrt auf Benutzerwunsch". Wenn einer der genehmigenden Personen die Statusänderung ablehnt, erhält die Maßnahme den Status "entsperrt". Wenn Sie dieses Standardverhalten des Systems ändern wollen, können Sie das BAdI UC_WFV_STAT verwenden. Dort können Sie beispielsweise festlegen, dass nicht alle genehmigenden Personen einen Beleg genehmigen müssen, sondern eine bestimmte Anzahl.
BI Content
| 0BCS_AGENTA | Workflow: genehmigende Person |
| 0BCS_WFSTAT | Workflow Status |
Aktivierung im Customizing
Sie aktivieren die Funktion Workflow für Statusänderungen, indem Sie im Konsolidierungsgebiet das entsprechende Kennzeichen setzen (in der Prozess-Sicht Konsolidierungsworkbench unter Datenmodell -> Konsolidierungsgebiet, Registerkarte Einstellungen).
Automatische Datenübernahme
In früheren Releases konnten Sie bereits Belege der Kontierungsebenen 01 und 10 übernehmen. Nunmehr können Sie auch Belege der Kontierungsebenen 02, 12, 20, 22 und 30 ins Konsolidierungssystem übernehmen. Darum können Sie die Datenübernahmemaßnahme und die Kopiermaßnahme nicht nur auf Ebene der Konsolidierungseinheiten ausführen, sondern auch auf Ebene der Konsolidierungskreise.
Die Kopiermethode können Sie jetzt auch verwenden, um Daten aus anderen Konsolidierungsgebieten zu kopieren. Dies ist selbst dann möglich, wenn die Quell- und Ziel-Konsolidierungsgebiete unterschiedliche Datenmodelle verwenden.
Mit der automatischen Datenübernahme von Zusatzmeldedaten können Sie jetzt auch folgende Zusatzmeldedaten übernehmen: automatisch erzeugte Goodwill-Einträge, Anlagevermögen (konsolidiert), Vorgangsreihenfolgen und Vorgangssortierungen. D.h. Sie können einen kompletten Satz von Zusatzmeldedaten übernehmen. Wenn Sie Datenströme kopieren, die Vorgangsnummern verwenden, übernimmt das System beim Kopieren automatisch den Datenstrom für Vorgangsnummern, um diese Datenströme konsistent zu halten. Beim Laden aus Datenstrom laden Sie die Vorgangsnummern explizit.
BI Content (für Kopieren)
| 0BCS_COINRR | Vorgangsnummer für Referenzvorgang (Kapitalkonsolidierung) | |
| 0BCS_DOCNRR | Nummer des Referenzbelegs |
Manuelle Buchungen
Gemerkte Belege und Musterbelege
Bei manuellen Buchungen können Sie nunmehr gemerkte Belege und Musterbelege verwenden.
- Gemerkter Beleg
- In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass Sie beim Erfassen eines Belegs unterbrochen werden oder dass Ihnen nicht alle zur Vervollständigung eines Belegs erforderlichen Daten (wie z.B. der Wert für eine Unterkontierung) bekannt sind. In einem solchen Fall können Sie die bisher erfassten Daten vorläufig als Entwurf speichern und einen Belegnamen vergeben. Ein solcher als Entwurf gesicherter Beleg heißt gemerkter Beleg. Später können Sie den gemerkten Beleg laden, um mit Belegerfassung fortzufahren und den Beleg anschließend zu buchen. Erst wenn Sie den Beleg vervollständigen und tatsächlich buchen, werden Einzelposten und Summensätze auf der Datenbank fortgeschrieben. Nach der Buchung löscht das System den gemerkten Beleg.
- Musterbeleg
- Sie können einen Musterbeleg als Vorlage für einen manuell zu erfassenden Beleg verwenden. Ein Musterbeleg dient dazu, Daten für einen manuell zu erfassenden Beleg vorzuschlagen. Es ist dann sinnvoll, einen Musterbeleg anzulegen, wenn Sie häufig Belege mit ähnlicher Struktur erfassen müssen. Wie ein gemerkter Beleg ist auch ein Musterbeleg anhand seines Belegnamens identifizierbar. Benutzerübergreifende Musterbelege können transportiert werden. Wenn ein Beleg gebucht wird, der auf einem Musterbeleg basiert, verbleibt der Musterbeleg im InfoProvider.
Sowohl gemerkte Belege als auch Musterbelege können benutzerspezifisch sein (d.h. sichtbar und verfügbar nur für den Ersteller) oder benutzerübergreifend.
Um gemerkte Belege und Musterbelege nutzen zu können, müssen Sie in der Datenbasis den Datenstrom für gemerkte Belege und Musterbelege generiert haben. Im entsprechenden InfoProvider werden die gemerkten Belege und die Musterbelege gespeichert.
Aktivierung im Customizing
Sie aktivieren diese Funktionen, indem Sie in der Datenbasis den Datenstrom für gemerkte Belege und Musterbelege generieren. Ggf. müssen Sie dafür zuvor einige InfoObjects aktivieren.
Workflow zum Genehmigen von manuell erfassten Belegen
SAP Business Workflow ist nunmehr in die manuellen Buchungen der Konsolidierung integriert. Sie können die Funktion Workflow zum Genehmigen von Belegen im Konsolidierungsgebiet generell aktivieren oder deaktivieren. Wenn Sie die Funktion aktiviert haben, können Sie über die Belegart steuern, ob für Belege mit dieser Belegart der Workflow gestartet wird oder nicht.
In der Definition des Genehmigungsprozesses sind Sie flexibel:
Als Startbedingung für den Workflow können Sie im Customizing eine Validierungsmethode angeben.
- Wenn Sie eine Validierungsmethode angeben, wird der Workflow nur dann angestoßen, wenn die Validierung eine oder mehrere Meldungen ausgibt (Fehlermeldung, Information, Warnung o.a.).
- Wenn die Validierung hingegen keine Meldung erzeugt, startet das System keinen Workflow, sondern der Beleg wird unmittelbar gebucht.
- Wenn Sie keine Validierungsmethode angeben, wird der Workflow in jedem Fall angestoßen.
Um speziellen Anforderungen gerecht zu werden, können Sie das BAdI UC_WFV_DOC verwenden.
Wenn die relevante Belegart einen Workflow vorsieht und der Erfasser eines Belegs den Beleg bucht (er bucht ihn wie einen normalen Beleg), so legt er diesen Beleg zur Genehmigung vor. Er stößt damit automatisch den Workflow an.
Jede der genehmigenden Personen erhält eine Benachrichtigung im Eingang des Business Workplace und kann den Beleg genehmigen oder ablehnen und ggf. dazu einen Kommentar erfassen. Sobald alle genehmigenden Personen den Beleg genehmigt haben, wird er endgültig gebucht. Wird er hingegen abgelehnt, erhält der Erfasser eine Benachrichtigung über die Ablehnung im Business Workplace und kann den Beleg entweder verwerfen (dann wird dieser gelöscht), oder er kann ihn überarbeiten und erneut zur Genehmigung vorlegen.
Falls innerhalb eines Workflow ein Fehler auftritt (z.B. wegen fehlerhafter Customizing-Einstellungen oder aufgrund von Customizing-Änderungen), wird der Workflow unterbrochen, und der Erfasser oder die genehmigende Person wird benachrichtigt. Der Erfasser des Belegs kann den Beleg verwerfen (d.h. den Workflow abbrechen) oder den Fehler beseitigen und den Workflow fortsetzen.
BI Content
| 0BCS_AGENTA | Workflow: genehmigende Person |
| 0BCS_WFSTAT | Workflow Status |
| 0BCS_DOCCAT | Belegtyp |
Aktivierung im Customizing
Sie aktivieren die Funktion Workflow zum Genehmigen von Belegen folgendermaßen:
- In der Datenbasis generieren Sie den Datenstrom für gemerkte Belege und Musterbelege. Ggf. müssen Sie dafür zuvor die o.g. InfoObjects aktivieren.
- In der Prozess-Sicht Konsolidierungsworkbench unter Datenmodell -> Konsolidierungsgebiet, Registerkarte Einstellungen setzen Sie das Kennzeichen Workflow zum Genehmigen von Belegen.
Latente Steuern
Bisher hat das System latente Steuern lediglich bei Auftreten eines Ergebniseffekts gebucht. Die Buchungspositionen für die latenten Steuern in der Bilanz wurden dabei entweder der Belegart entnommen oder den globalen speziellen Positionen.
Die Buchung von latenten Steuern wurde flexibilisiert, und die Funktionalität zur Buchung latenter Steuern in der Bilanz wurde erweitert:
- Zum einen kann die Buchung latenter Steuern in der Bilanz auf Positionen und Unterkontierungen erfolgen, die spezifisch für die im Originalbeleg auftretenden Bilanzzeilen sind.
- Zum anderen kann die Buchung latenter Steuern in der Bilanz unabhängig vom Auftreten eines Ergebniseffektes, allein durch das Vorhandensein sog. Bilanz-Auslöserpositionen im Originalbeleg ausgelöst werden.
In den neuen Customizing-Einstellungen können Sie zu Selektionen - bestehend aus Bilanzpositionen und Unterkontierungen - spezifische Kontierungen für die Buchung latenter Steuern in der Bilanz zuordnen. Außerdem können Sie die Selektionen als Auslöser für die Buchung latenter Steuern in der Bilanz kennzeichnen, und zwar unabhängig vom Auftreten eines Ergebniseffekts. Diese zeit- und versionsabhängigen Einstellungen sind global und belegartenübergreifend. Wenn Sie diese neuen Customizing-Einstellungen vornehmen, fällt das System beim Erzeugen aller automatischen Verrechnungszeilen die Soll/Haben-Entscheidungen automatisch zeilenweise.
Darüber hinaus wurde die manuelle Buchung erweitert:
- Sie können die Buchung latenter Steuern unterdrücken, obwohl die Belegart diese vorsieht.
- Sie können die vom System getroffene Soll/Haben-Entscheidungen umkehren.
BI Content
| 0BCS_TAXPER | Referenzperiode für latente Steuern |
| 0BCS_TAXYR | Referenzgeschäftsjahr für latente Steuern |
| 0BCS_DCINV | Soll-Haben Entscheidung invertiert |
Aktivierung im Customizing
Sie aktivieren diese Funktion folgendermaßen:
- Aktivieren Sie die o.g. InfoObjects aus dem BI Content.
- Nehmen Sie diese InfoObjects in den Belegdatenstrom auf.
- Definieren Sie Bilanzpositionen für latente Steuern.
- Weisen Sie diese Bilanzpositionen den entsprechenden Belegarten zu.
Hinweis: Wenn Sie im Konsolidierungsgebiet diese erweiterte Behandlung von latenten Steuern eingestellt haben, dann können auch bei Belegen, die ohne Nutzung dieser Erweiterung gebucht werden, andere latente Steuern errechnet werden als zuvor.
Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen
Bisher war es nur möglich, die Bestandsdaten aus den Zusatzmeldedaten zu lesen. Nunmehr können die Bestandsdaten auch aus der Summendatenbank gelesen werden. Dabei geht das System ähnlich vor wie bei den Meldedaten der Kapitalkonsolidierung: Sie definieren Selektionen aus Bestandspositionen, Produktgruppen und Unterkontierungen, die bestimmen, welche Summendaten gelesen werden; unterschiedliche Unterkontierungen bestimmen verschiedene Kennzahlen der Bestandsdaten (Bruttowert, Menge, Wertberichtigung, Nebenkosten). Die Entscheidung, aus welcher Datenquelle das System lesen soll, treffen Sie versionsabhängig. Falls das System aus den Summendaten liest, entfällt die Validierung der Bestandsdaten aus den Zusatzmeldedaten.
Quotenkonsolidierung
Ab Release ERP 2005, Enhancement Package 1 wird die Quotenkonsolidierung unterstützt. Die Lösung basiert auf Umgliederungen, die konsolidierungskreisabhängig buchen. Es ist damit möglich, eine Konsolidierungseinheit in unterschiedlichen Konsolidierungskreisen mit unterschiedlicher Quote einzubeziehen. Eine Konsolidierungseinheit kann außerdem in verschiedenen Konsolidierungskreisen verschiedene Einbeziehungsarten haben, d.h. sie kann beispielsweise in einem Konsolidierungskreis voll und in einem zweiten Konsolidierungskreis quotal einbezogen werden. Im Rahmen der paarweisen Eliminierungen werden sowohl das Produkt- als auch das Minimumverfahren unterstützt. Zusatzmeldedaten für die Kapitalkonsolidierung erfassen Sie in voller Höhe, Sie müssen diese also nicht manuell quotieren. Sowohl Quotenerhöhung als auch Quotenminderung werden unterstützt.
SAP liefert ein umfangreiches Standardauslieferungsbeispiel aus.
Eine detaillierte Erläuterung des Umgliederungs-Customizing sowie des Standardauslieferungsbeispiels finden Sie in der SAP-Bibliothek unter SEM Strategic Enterprise Management -> Business Consolidation (SEM-BCS) -> Quotenkonsolidierung.
Restatement
In der Konsolidierung werden nunmehr Restatement-Prozesse unterstützt, und zwar sowohl für rückwirkende Anpassungen infolge einer freiwilligen Bewertungsänderung als auch für Fehlerkorrekturen in bereits veröffentlichten Berichten. Pro Restatement-Anlass können Sie separate Datenscheiben definieren. Diese sind datentechnisch unabhängig vom Ist-Datenbestand und bilden ein Delta zwischen Ist- und Restatement-Daten. Daten für alle Kontierungsebenen können in diesen separaten Datenscheiben mit automatischen und manuellen Datenübernahmemaßnahmen erfasst werden. Erfasste Daten können Sie mittels Validierung, Währungsumrechnung, Saldovortrag und kundendefinierter Maßnahmen weiterverarbeiten.
Für Restatement-Zwecke können Sie eine separate Maßnahmenhierarchie definieren. Die Maßnahmenstatus im Monitor werden pro Restatement-Anlass festgestellt. Auch für Restatement-Zwecke können Sie die Mehrperiodenkonsolidierung nutzen.
Restatement-Daten können mit dem neuen Reportingmodus Restatement berichtet werden.
BI Content
| 0BCS_RPER | Restatement-Jahr/Periode | |
| 0BCS_RSTM | Restatement |
Aktivierung im Customizing
Sie aktivieren die Funktion Restatement folgendermaßen:
- Erweitern Sie den Summendatenstrom um das Merkmal Restatement.
- In der Datenbasis weisen Sie diesem Merkmal die Rolle Restatement zu.
- Im Konsolidierungsgebiet nehmen Sie das Merkmal in die Feldliste auf.
Statusreporting
Sie können nunmehr über die Statusinformationen der Maßnahmenstatus aus dem Konsolidierungsmonitor in einer BI-Query berichten. Insbesondere können Sie damit statistische Auswertungen über den Fortschritt des Konsolidierungsprozesses vornehmen. Beispielsweise kann eine Query Aufschluss darüber geben, wieviel Prozent der Konsolidierungseinheiten die Maßnahme oder Maßnahmengruppe Datenübernahme abgearbeitet haben, noch in Bearbeitung haben oder noch nicht begonnen haben.
Den Konsolidierungseinheiten und -kreisen können Sie einen Gewichtungsfaktor zugeordnet werden. Die im Stammsatz der Organisationseinheiten hinterlegten Werte für das Attribut Gewichtungsfaktor bestimmen, wie stark oder ob überhaupt eine Konsolidierungseinheit zu den Statistiken beiträgt. Außerdem können Sie die detaillierten Statusinformation des Konsolidierungsmonitors in Kategorien zusammenfassen und in den Auswertungen verwenden.
BI Content
| 0BCS_AMOUNT | Statusreporting: Betrag | |
| 0BCS_CNTERR | Statusreporting: Anzahl Fehler | |
| 0BCS_CNTWNG | Statusreporting: Anzahl Warnungen | |
| 0BCS_STATUS | Monitorstatus | |
| 0BCS_TASKGR | Maßnahmengruppe | |
| 0BCS_WEIGHT | Statusreporting: Gewichtungsfaktor | |
| 0SEM_BCS_CHA11 | Merkmale für Statusreporting (InfoObject Catalog) | |
| 0SEM_BCS_KYF11 | Kennzahlen für Statusreporting (InfoObject Catalog) |
Aktivierung im Customizing
Sie aktivieren die Funktion Statusreporting, indem Sie in der Datenbasis den Datenstrom Monitorstatus generieren.
Datenbankanlistungen allgemein (geändert)
Bislang konnten Sie ein Default-Layout für ALV-basierte Datenbankanlistungen definieren. Zusätzlich können Sie nunmehr im Selektionsbild für die Datenbankanlistung ein Layout angeben, das das System für die Datenbankanlistung verwenden soll. Das System berücksichtigt dieses Layout bereits bei der Erstellung der Listausgabe, indem es über verborgene Detailinformationen aggregiert. Ferner sind bei der neuen Listausgabe Bezeichnungen für mehr Felder verfügbar.
Absprung vom Validierungsprotokoll in die Anlistung von Summendaten
Wenn Sie eine Validierungsmaßnahme mit Anforderungsbild ausführen, steht Ihnen nunmehr die Option Absprung in Datenbankanlistung ermöglichen zur Verfügung. Wenn Sie diese Option wählen, werden zusätzliche Informationen im Validierungsprotokoll hinterlegt, und eine Drucktaste erscheint, mit der Sie die Datenbankanlistung für Summendaten aufrufen können. Die Datenbankanlistung erscheint in einem neuen Fenster. Die Informationen in der Datenbankanlistung entsprechen genau derjenigen Zeile mit der Selektionsbedingung im Validierungsprotokoll, die Sie vor dem Absprung in die Datenbankanlistung markiert haben. Einige Selektionsbedingungen kann das System nicht an die Datenbankanlistung weitergeben; in solchen Fällen erhalten Sie eine Informationsmeldung, und die Datenbankanlistung zeigt eine Obermenge der Daten.
Belegliste (geändert)
Die bisherige Einzelpostenliste ist um eine neue Liste ergänzt worden, die die Belege in strukturierter Weise anzeigt. Dabei wird der Beleg unterteilt in Belegkopf, Belegzeilen sowie Kommentare, alles entsprechend dem Customizing der Belegart. Die Angaben ähneln nunmehr eher der Originalbuchung als der Einzelpostenliste.
Liste der Kontierungstypen (geändert)
Die bisherige Liste der Kontierungstypen ist ergänzt worden um eine neue Liste, die auch die Customizing-Einstellungen für die Maximalselektion sowie die Vorschlagsselektion im Detail enthält. Die bisherige Liste der Kontierungstypen enthält nunmehr eine Drucktaste, mit der Sie die diese Detailangaben aufrufen können.
Web-Dynpro-Konsolidierungsmonitore
Web-Dynpro-Konsolidierungsmonitor für den dezentralen Erfasser (Local Accountant)
Der Web-Dynpro-Konsolidierungsmonitor ist speziell für die Aufgaben und Bedürfnisse des dezentralen Erfassers (Local Accountant) konzipiert, der die Einzelabschlussdaten an die Konzernzentrale übermittelt.
Der Konsolidierungsmonitor im SAP GUI ist dagegen hauptsächlich auf die Bedürfnisse eines Konzernbuchhalters (Corporate Accountant) zugeschnitten. Ferner ist Voraussetzung für die Verwendung des SAP-GUI Konsolidierungsmonitors, dass eine SAP-GUI-Installation vorliegt; diese ist i.d.R. bei einem dezentralen Erfasser, der sonst keine SAP-Systeme nutzt, nicht vorhanden.
Aus diesem Grund wurde mit Web-Dynpro-Mitteln ein Konsolidierungsmonitor speziell für den dezentralen Erfasser entwickelt. Da der Web-Dynpro-Konsolidierungsmonitor direkt im Browser läuft, benötigen Sie keine SAP-GUI-Installation. Die Benutzungsoberfläche enthält nur die für den dezentralen Erfasser relevanten Funktionen (Datenübernahme, Validierung und ausgewählte Reporting-Funktionen). Im Vergleich zum SAP-GUI-Konsolidierungsmonitor gibt es im Web-Dynpro-Konsolidierungsmonitor folgende weitere Funktionen:
- Validierung während der Datenerfassung
- deutlich vereinfachte und schnellere Navigation
- Drucken der Selektionsbedingungen bei den Anlistungen
- benutzerspezifische Parametersets zum einfachen Hin- und Herschalten zwischen verschiedenen häufig benötigten Parameterkombinationen
Web-Dynpro-Konsolidierungsmonitor für den Konzernbuchhalter (Corporate Accountant)
Der Web-Dynpro-Konsolidierungsmonitor für den Konzernbuchhalter (Corporate Accountant) entspricht weitestgehend dem SAP-GUI-Konsolidierungsmonitor und zwar sowohl hinsichtlich der Benutzungsoberfläche als auch hinsichtlich der Funktionalität. Folgende Verbesserungen wurden vorgenommen:
- Automatische Maßnahmen können in einem neuen Fenster ausgeführt werden.
- Pro Benutzer können beliebig viele verschiedene Monitorlayouts angezeigt werden (die Monitorlayouts können auch einem Parameterset zugeordnet werden: Auf diese Weise kann ein beliebiges Monitorlayout bereits beim Monitorstart geladen werden).
- Die Suchfunktionalität wurde deutlich verbessert (sowohl hinsichtlich des UI als auch hinsichtlich der Suchergebnisse)
- Sie können die Personalisierung des Monitors kann in einem einzigen Dialogfenster vornehmen.
- Fixierte Merkmale zeigt der Monitor übersichtlich in einem eigenen Bildbereich an.
- Sie können Favoriten anlegen.
Auswirkungen auf den Datenbestand
Auswirkungen auf die Benutzungsoberfläche:
- Konsolidierungsmonitor
- Nach der Aktivierung der Business Function Group Close zeigt das System Drucktasten zur Navigation zwischen Perioden einer Abschlussart bzw. eines Konsolidierungszyklus an. Diese Funktion ist - unabhängig von weiteren Customizing-Einstellungen - sofort nach der Aktivierung der Business Function verfügbar.
- Im Konsolidierungsmonitor gibt es neue Status sowie die dazugehörigen Symbole (siehe die Farb-/Symbollegende im Konsolidierungsmonitor).
- Im Konsolidierungsmonitor wurde das Statusdetail um das Workflow-Workitem erweitert.
- Im Menü des Konsolidierungsmonitors (und im Menü der Workbench) sind neue Datenbankanlistungen verfügbar.
- Im Konsolidierungsmonitor gibt es neue Menüpunkte u.a. für das Entsperren auf Konsolidierungskreisebene, für die Mehrperiodenkonsolidierung (z.B. Ausführen von Maßnahmen in verbleibenden Perioden des Konsolidierungszyklus) sowie das Ausführen von Maßnahmengruppen mit Anforderungsbild.
- Aperiodische Kopierfunktion
- Die Selektionsbilder für die aperiode Kopierfunktionen wurden überarbeitet.
- Manuelle Buchungen
- Wenn Sie den Workflow zum Genehmigen von manuell erfassten Buchungen nutzen oder die erweiterte Behandlung von latenten Steuern oder gemerkte Beleg und Musterbelege, dann ist die Benutzungsoberfläche zur Erfassung von manuellen Buchungen erweitert.
- Datenbankanlistungen
- Aufruf von Datenbankanlistungen
- Nachdem Sie die Business Function Group Close aktiviert haben, bietet das System beim Aufruf der Datenbankanlistungen aus der Workbench oder dem Konsolidierungsmonitor ein neues Eingabefeld zur Angabe eines ALV-Layouts.
- Anlistung der Einzelposten
- Von der Anlistung der Einzelposten können Sie nunmehr auf die Belegliste springen.
- Kopieren von konsolidierungsgebietabhängen Einstellungen
- Das Protkoll für das Kopieren konsolidierungsgebietabhängiger Einstellungen wurde überarbeitet.
- eCatts
- eCatts, die Bildschirmbilder oder Controls des Programms SAPLUGWB_DYNPRO_SIZE enthalten, müssen nach dem Aktivieren der Business Function Group Close neu aufgezeichnet werden.
Auswirkungen auf die Datenübernahme
Auswirkungen auf die Systemverwaltung
Auswirkungen auf das Customizing
Weitere Informationen
Eine ausführliche Dokumentation zu den einzelnen Funktionen von SEM-BCS finden Sie in der SAP-Bibliothek unter SEM Strategic Enterprise Management -> Business Consolidation (SEM-BCS).
BAL Application Log Documentation CL_GUI_FRONTEND_SERVICES - Frontend Services
Diese Dokumentation steht unter dem Copyright der SAP AG.
Length: 36897 Date: 20260122 Time: 022341 sap01-206 ( 599 ms )