Zahlungsverbindungen am Darlehen ( RELNTRLO40C_ZAHLUNGSVERB )

Zahlungsverbindungen am Darlehen ( RELNTRLO40C_ZAHLUNGSVERB )

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Kurztext

Zahlungsverbindungen am Darlehen

Beschreibung

Mit dieser Funktion stehen für nicht debitorisch geführte Darlehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • die Pflege der Zahlungsverbindungen am Darlehen und der Schuldscheinorder incl. automatischer Vorbelegung aus den Standing Instructions des Geschäftspartners,
  • die Cash-Management-Fortschreibung anhand der über die Zahlungsverbindungen mitgegebenen Hausbank,
  • die Nutzung der Ersetzungsregel für die Hausbank anhand der über die Zahlungsverbindungen mitgegebenen Hausbank in der Kontenfindung (siehe Zahlungsvorgang Darlehen),
  • die Erzeugung von Zahlungsanordnungen über das Zahlprogramm für Zahlungsanordnungen,
  • die Kompensation der so erzeugten Zahlungen mit anderen Zahlungsvorgängen des TR und
  • eine Zahlungsabwicklung auch für aufgenommene Darlehen (Passivdarlehen).

Pflege der Zahlungsverbindungen in den Standing Instructions am Geschäftspartner:

  • Die Pflege steht jetzt für alle Produktarten, für die die Zahlungsanordnung im Customizing aktiviert wird, zur Verfügung.

Pflege der Zahlungsverbindungen am Darlehen:

  • Sofern die Zahlungsverbindung im Customizing für die Produktart aktiv ist, können die Zahlungsverbindungen aus dem Darlehen heraus gepflegt werden. Dabei werden die Zahlungsverbindungen des Geschäftspartners aus den Standing Instructions als Defaultwerte gezogen. Beim Anlegen werden die Defaultwerte dem Darlehen auch dann zugeordnet, wenn nicht in die Pflege verzweigt wird. Als Default-Geschäftspartner wird bei dem Produkttyp Schuldscheindarlehen der neueste Kontrahent, ansonsten der Emittent, und anderen Produkttypen der neueste abweichende Regulierer, ansonsten der Hauptdarlehenspartner, herangezogen. Sind mehere Regulierer möglich, so kann über ein Auswahlbild auch eine individuelle Auswahl getroffen werden.

Pflege der Zahlungsverbindungen in der Schuldscheinorder:

  • Anlage Schuldscheinvertrag über die Vertragsdaten: wie oben
  • Anlage Schuldscheinorder über die Orderdaten:
    Der angebene Kontrahent wird als Regulierer der Kauf- bzw. Verkaufsbewegung herangezogen. Es werden auch hier die Standing Instructions als Defaultwerte gezogen. Die Zahlungsverbindungsdaten für den Kauf oder Verkauf können in der Order abgeändert werden.

Zuordnung der Zahlungsverbindungen zu den Bewegungen:

  • Die Zuordnung zu den Bewegungen kann nach Richtung, Währung, Gültigkeitsdatum und Bewegungsart vorgenommen werden. Die Bewegungen werden beim Sichern des Darlehens (nach einer Anlage oder Änderung) mit den Zahlungsverbindungen versorgt. Dabei wird das entsprechende Bewegungsartencustomizing berücksichtigt (s. unten: Customzing).
  • Die Zuordnung der Zahlungsverbindungen ist im Finanzstrom ersichtlich (über eine Anzeigevariante für die Zahlungsverbindungen).
  • Werden automatisch Zahlungseingänge bei der Buchung erzeugt (Zahlungseingangsgenerierung), so erhalten auch diese bei der Buchung die Zahlungsverbindungen, sofern die Zahlungeingangsbewegungen entsprechend gecustomizt sind und passende Zahlungsverbindungen hinterlegt sind. Die Zahlungsverbindungen der Sollstellung werden dann gelöscht. Dieses kann auch bei der Schuldscheinorder für den Verkauf genutzt werden.

Erzeugung von Zahlungsanordnungen bei der Buchung:

  • Zum Zeitpunkt der Buchung wird anhand der Bewegung entschieden, ob eine Zahlungsanordnung erstellt wird. Dann wird die Bankbuchung auf dem Zahlungsverrechnungskonto vorgenommen und das Bankverrechnungskonto in der Zahlungsanordnung gemerkt. Die mitgegebene Hausbank dient als Quellkonto für die Kontenfindung (Symbol für die Seite des Schemas, zu der der Wert 3 (Bank) des Buchungstyps gehört).

Auszahlung:

  • Bei der Erfassung einer Auszahlung wird die zur Auszahlung passende Zahlungsverbindung incl. Hausbank gezogen. Soll die Hausbank geändert werden, muss vorher über die Vertragsänderung die entsprechende Zahlungsverbindung angepasst werden.

Manuelle Buchung:

  • Das für die Auszahlung beschriebene Verfahren gilt analog für die über die Manuelle Buchung erfassten Bewegungen.

Ersetzungsregel für das mitgegebene Hausbankkonto:

  • Die Kontenfindung wurde bezüglich des Zahlungsvorgangs um ein weiteres Kennzeichen erweitert (Ausprägung '2'). Diese Ausprägung wird immer dann herangezogen, wenn der zu buchenden Bewegung ein Hausbankkonto mitgegeben wird und der Buchungstyp '3' hinterlegt ist. Für die Bankseite kann dann ein Konto mit einer Ersetzungsregel (z. B. ++++++++++5) angegeben werden. Als Grundlage dient dann das mitgegebene Hausbankkonto. Die weitere Ausprägung '2' ist notwendig, um Produktarten mit und ohne Zahlungsanordnungen parallel führen zu können.

Storno von Bewegungen mit Zahlungsanordnungen:

  • Wurde durch die Buchung einer Bewegung eine Zahlungsanordnung erstellt, und soll diese Buchung storniert werden, so sind zwei Fälle zu unterscheiden:
  • Die Zahlungsanodnung wurde noch nicht gezahlt: Dann wird beim Storno auch die Zahlungsanordnung gelöscht.

  • Die Zahlungsanodnung wurde bereits gezahlt: Dann wird beim Storno ein entsprechender Hinweis ausgegeben, der Storno ist aber möglich. Damit wird ein Arbeitsvorrat auf dem Zahlungsverrechnungskonto aufgebaut. Der Geschäftsvorfall muss von hier aus weiterverarbeitet werden.

Vertragsumbuchung:

  • Eine Vertragsumbuchung ist generell nur möglich, wenn keine Buchungen, die eine Zahlungsanordnung erzeugt haben, storniert werden müssen. Dann müssen vor der Vertragsumbuchung zunächst die Buchungen storniert und anschließend die Umbuchung vorgenommen werden.

Auswirkungen auf das Customizing

Die Zahlungsverbindungen müssen in der Produktart im Buchungskreis aktiviert werden.

Für die Cash-Management-Fortschreibung müssen die Finanzdispoebenen zugeordnet werden.

Die Einstellungen zur Zahlungsanordnung müssen gemacht werden.

Die Bewegungsarten müssen für die Zahlungsverbindungen eingestellt werden:

  • Erhält die Bewegungsart keine Richtung, werden die Zahlungsverbindungen des Darlehens nicht übernommen (z.B. Kursgewinn, Abgrenzung, usw.). Ansonsten wird die zur Richtung passende Zahlungsverbindung herangezogen.

  • In Abhängigkeit dieses Feldes kann für eine Bewegungsart die Erzeugung von Zahlungsanordnungen generell verhindert werden.

  • In Abhängigkeit dieses Feldes kann für eine Bewegungsart die Einzelregulierung generell erzwungen werden.

Die Kontenfindung muss angepasst werden (siehe oben):
Neben dem Zahlungsvorgang muss weiterhin folgendes beachtet werden:

  • Buchung ohne Forderungs- und Verbindlichkeitskonten:
    Werden Zins-, Tilgungs- und Gebührenbewegungen ohne entsprechende Forderungs- (oder bei aufgenommenen Darlehen ohne Verbindlichkeitskonten) gebucht, z.B. für Zinsen 'Bankverrechnung an Zinsertrag' (bzw. Zinsaufwand an Bankverrechnung'), dann müssen Einbehaltsbewegungen gesondert gecustomizt werden. Die Einbehaltsbewegungen werden für den Einbehalt von Disagio, Zinsen, Gebühren usw. bei der Auszahlung oder der Schuldscheinkauforder benötigt, um den Zahlbetrag, der in Höhe des Nominal-Auszahlungsbetrages erzeugt wird, entsprechend durch die Einbehaltsbewegung um den Betrag des Einbehalts zu verringern. Wird z. B. für die Auszahlung oder den Schuldscheinkauf eine Zahlungsanordnung erzeugt, so muss in dem Fall der Buchung ohne Forderungs- und Verbindlichkeitskonten die Kontenfindung für die Einbehaltsbewegung 'Verrechnung an Bankverrechnung' und die Minderung 'Bankverrechnung an Verrechnung' eingestellt sein.
  • Es werden dann zwei Zahlungsanordnungen erzeugt: Eine aus der Auszahlungs- bzw. Kaufbewegung und eine aus der Mindungsbewegung (bzw. Erhöhungsbewegung bei Agio). Es wird sichergestellt, dass beide Zahlungsanordnungen beim Zahllauf kompensiert werden, so dass nur für den Nettozahlbetrag ein Zahlungsträger erstellt wird.

Beispiel: Auszahlung EUR 100.000 zu 98%, d.h. 2% Disagio

  • 1. Einbehalt Disagio ohne Forderungsbuchung
  • Auszahlung EUR 100.000 Bestand an Bankverrechnung

  • Disagio EUR 2.000 Bankverrechnung an Rechnungsabgrenzung

  • Disagioeinbehalt EUR 2.000 Verrechnung an Bankverrechnung

  • Minderung Ausz. EUR 2.000 Bankverrechnung an Verrechnung

  • 2. Einbehalt Disagio mit Forderungsbuchung
  • Auszahlung EUR 100.000 Bestand an Bankverrechnung

  • Disagio EUR 2.000 Forderung an Rechnungsabgrenzung

  • Disagioeinbehalt EUR 2.000 Verrechnung an Forderung

  • Minderung Ausz. EUR 2.000 Bankverrechnung an Verrechnung

  • Da für die Kompensation im Zahlprogramm die Prüfung der Zahlwege vor der Kompensation vorgenommen wird, muss bei einer Auszahlung, die eine Minderung enthält, auch ein Zahlweg mit der Richtung der Minderung für die Auszahlung mitgegeben werden. Die Zahlwege aus der Auszahlung werden in die Minderung übernommen, die Minderung hat damit einen zu ihrer Richtung passenden Zahlweg. Damit können die beiden Zahlungsanordnungen kompensiert werden und es wird nur ein Zahlungsträger über den Nettobetrag erstellt. Eine Auszahlung oder Kauforder, die eine Minderung erstellt, kann daher nicht ohne einen solchen Zahlweg gesichert werden. Dieser Zahlweg kommt nie zur Anwendung im Zahllauf, da der Betrag der Auszahlung immer größer als die Minderung ist und damit der Nettobetrag immer die Richtung der Auszahlung besitzt.
  • Damit die Zahlungsanordnung erstellt werden kann, muss auch die Minderungsbewegungsart eine Richtung im Customizing der Bewegungsart erhalten.





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