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Kuppelproduktion ( RELN40C_COPCPCP_KUPPEL )

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Kurztext

Kuppelproduktion

Beschreibung

Mit dem Release 4.5A stehen Ihnen weitere Funktionen im Rahmen des Produktkosten-Controllings von Kuppelprodukten zur Verfügung:

  • Verteilung Kuppelprodukte
  • Neuerungen im Berichtswesen

Festpreiskuppelprodukte

Wenn Sie ein Material im Materialstammsatz als Kuppelprodukt kennzeichnen, werden die Gesamtkosten des Kuppelproduktionsprozesses gemäß der Aquivalenzziffern auf die Kuppelprodukte verteilt, die im Aufteilungsschema hinterlegt sind.

Sie können ein Material im Materialstammsatz aber auch als Festpreiskuppelprodukt kennzeichnen. Ähnlich wie bei Nebenprodukten werden die Kosten der Festpreiskuppelprodukte dann über die Restwertmethode von den Kosten des gesamten Kuppelproduktionsprozesses subtrahiert. Die Kosten für Festpreiskuppelprodukte werden nicht über ein Aufteilungsschema ermittelt.

Den Festpreis können Sie im Materialstammsatz manuell hinterlegen oder über eine Plankalkulation ermitteln. Dies kann eine Kalkulation ohne Mengengerüst sein oder auch eine Kalkulation mit Mengengerüst, wenn zum Kuppelprodukt ein eigener Fertigungsprozeß vorhanden ist.

Der Festpreis des Kuppelproduktes entspricht bei Materialien, für die im Materialstammsatz die Preissteuerung "S" (Standardpreis)hinterlegt ist, dem Standardpreis.

Der Festpreis des Kuppelproduktes entspricht bei Materialien, für die im Materialstammsatz die Preissteuerung "V" (Verrechnungspreis) hinterlegt ist, dem in der Zugangsbewertung für Auftragsablieferung hinterlegten Preis.

siehe auch:

Zugangsbewertung für Auftragsablieferung festlegen

Verteilung Kuppelprodukte

Bei Kuppelproduktion werden die Istkosten des Fertigungsprozesses auf dem Auftragskopf des Produktionsauftrages gesammelt. Im Periodenabschluß können Sie die Istkosten vom Auftragskopf auf die einzelnen Auftragspositionen verteilen. Je Auftragsposition wird ein Kuppelprodukt geführt. Die Verteilung der Istkosten vom Auftragskopf auf die einzelnen Auftragspositionen erfolgt gemäß Äquivalenzziffern. Bei Kuppelproduktion erfolgt die Ausführung der Funktionen WIP-Ermittlung, Abweichungsermittlung und Abrechnung auf der Ebene der Auftragsposition. Durch die Anwendung der Funktion Verteilung Kuppelprodukte stellen Sie sicher, daß zum Zeitpunkt der WIP-Ermittlung, der Abweichungsermittlung und der Abrechnung alle relevanten Istkosten berücksichtigt werden.

Beachten Sie, daß die Entlastung einer Auftragsposition bei Wareneingang des Festpreiskuppelproduktes gemäß der Kostenart erfolgt, die über die Materialkontenfindung ermittelt wird. Die Belastung der Auftragsposition erfolgt auf Basis der Verteilung Kuppelprodukte. Dabei werden alle auf den Auftragskopf gebuchten Kosten unter der Kostenart, mit denen der Auftragskopf belastet wurde, auf die Auftragspositionen verteilt.

Abweichungsermittlung

Sie können ab Release 4.5A auch zu Kuppelprodukten die Abweichungsermittlung durchführen. Dies bedeutet, daß auch bei Kuppelproduktion in der Kostenträgerrechnung die Ursache für die Differenz aus Sollkosten und Istkosten festgestellt werden kann. Die Abweichungermittlung ordnet die Differenz aus Sollkosten und Istkosten je Kostenart und gegebenenfalls Herkunft einzelnen Abweichungskategorien zu. Diese Abweichungskategorien zeigen an, wo die Ursache für die Abweichung liegt (z.B. Einsatzpreisabweichung).

Bei Verwendung von Festpreiskuppelprodukten zeigt das System nur Abweichungen der Verrechnungsseite an.

Zuordnung zur Kostenträgerhierarchie

Sie können Produktionsaufträge, mit denen Kuppelprodukte erzeugt werden, einer Kostenträgerhierarchie zuordnen. Sie verwenden eine Kostenträgerhierarchie, wenn Sie bestimmte Kosten nicht einzelnen Aufträgen zuordnen können oder möchten. Die Kostenträgerhierarchie bietet Ihnen die Möglichkeit, eine Zuordnung der Kosten beispielsweise je Produktgruppe oder je Verantwortungsbereich vorzunehmen.

Voraussetzung für die Zuordnung von Produktionsaufträgen mit Kuppelprodukten zur Kostenträgerhierarchie ist, daß Sie im Customizing des Periodischen Produkt-Controllings in der Kostenträgerart hinterlegt haben, daß die Verteilung (zur Kostenträgerhierarchie) aktiv ist. Ist die Verteilung zur Kostenträgerhierarchie aktiv, dann werden am Periodenende alle auf die Kostenträgerhierarchie gebuchten Istkosten auf die zugeordneten Aufträge verteilt. Abweichungsermittlung und Abrechnung erfolgen anschließend auf der Ebene des Produktionsauftrages bzw. der Auftragsposition.

Einer Kostenträgerhierarchie können nur Produktionsaufträge zugeordnet werden, die periodisch abgerechnet werden. Dies bedeutet, daß als Vorschlagswert in der Auftragsart die Defaultregel PP2 (Produktion Material Periodische Abrechnung) hinterlegt sein muß.

siehe auch:

Kostenträgerarten für Kostenträgerhierarchien definieren

Vorschlagswerte pro Auftragsart festlegen

Neuerungen im Berichtswesen

Ab Release 4.5A bietet der flexible Einzelnachweis für den Fall von Kuppelproduktion zwei verschiedene Darstellungsformen an. So kann im Bericht zwischen der sogenannten Prozeßsicht und der Produktsicht gewechselt werden. Während die Produktsicht sich auf den Ausweis der Kosten des kalkulierten Kuppelproduktes beschränkt, liefert die Prozeßsicht Informationen über die Kosten der weiteren Kuppelprodukte und bietet einen Überblick über die Gesamtkosten des Produktionsprozeßes.

Die neue Verdichtung mittels Verdichtungshierarchien kann auch bei Einsatz der Kuppelproduktion verwendet werden. Hier werden die Werte der Auftragspositionen nach oben verdichtet. Werte, die sich auf dem Autragskopf befinden, werden bei Aufträgen mit Positionen nicht berücksichtigt. Daher ist es erforderlich, die Funktion 'Verteilung Kuppelprodukte' (ebenfalls neu zu Release 4.5A) vor dem Start eines Datenbeschaffungslaufes auszuführen.

Die neue Auftragsselektion bietet für den Fall des Einsatzes von Kuppelproduktion die Möglichkeit, bei der Selektion zu wählen, ob alle Aufträge, nur Aufträge mit Positionen oder nur Aufträge ohne Positionen selektiert werden sollen. Soll die Selektion in Abhängigkeit vom Auftragsstatus erfolgen, so besteht die Möglichkeit, getrennte Statusselektionsschemata für den Auftragskopf bzw. die Auftragspositionen zu hinterlegen.

Informationen über weitere neue Funktionen im Informationssystem des Produktkosten-Controllings erhalten Sie unter Änderungen im Informationssystem.

Einfluß auf den Datenbestand im Fehlerfall

Soft-/Hardwarevoraussetzungen

Besonderheiten bei der Installation

Auswirkungen auf die Systemverwaltung

Auswirkungen auf das Customizing

Auswirkungen auf Batch-Input

Änderungen an der Oberfläche

Änderungen in der Vorgehensweise

Aktionen zum Beheben von Fehlern am Datenbestand

Abhängige Funktionen

Planungen

Weitere Hinweise

Weitere Informationen finden Sie in der R/3-Bibliothek in den Abschnitten Kostenträgerrechnung und Produktkostenplanung.






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Length: 11209 Date: 20240417 Time: 163926     sap01-206 ( 171 ms )