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Periodisches Controlling auf Produktebene ( RELN40C_CO_PC_PKOSA )

Periodisches Controlling auf Produktebene ( RELN40C_CO_PC_PKOSA )

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Kurztext

Periodisches Controlling auf Produktebene

Beschreibung

Mit dem Periodischen Controlling auf Produktebene können Sie die Funktionen der Produktionsplanung von den Funktionen der Kostenträgerrechnung trennen. Das Periodische Controlling auf Produktebene ist Teil des Periodischen Produkt-Controlling.

Sie führen die betriebswirtschaftlichen Vorgänge in der Logistik weiterhin zu den Produktionsaufträgen oder Serienaufträgen aus. Die Kosten, die im Rahmen der Produktion anfallen, werden jedoch nicht auf den einzelnen logistischen Aufträgen, sondern auf einem Produktkostensammler fortgeschrieben. Dies bedeutet, daß nicht mehr der einzelne Produktionsauftrag, sondern der Produktkostensammler der Kostenträger ist.

Die Funktionen der Produktionsplanung wie beispielsweise Verfügbarkeitsprüfung, Auftragsfreigabe, Terminierung und Statusverwaltung erfolgen weiterhin zum logistischen Auftrag. In der Kostenträgerrechnung kann zum Produktkostensammler

  • eine Vorkalkulation erfolgen
  • eine mitlaufende Kalkulation durchgeführt werden, da alle betriebswirtschaftlichen Vorgänge, die zu einem dem Produktkostensammler zugeordneten logistischen Auftrag erfolgen, zur Fortschreibung von Kosten auf dem Produktkostensammler führen. Zudem kann der Produktkostensammler direkt mit Istkosten bebucht werden, zum Beispiel durch Sachkontenbuchungen in der Finanzbuchhaltung (FI). Die Istkosten des Produktkostensammlers können jederzeit im System angezeigt und analysiert werden.
  • eine Nachkalkulation im Rahmen des Periodenabschlusses durchgeführt werden
Im Periodenabschluß können Sie zum Produktkostensammler
  • eine Prozeßkostenverrechnung durchführen, wenn Sie die Prozeßkostenrechnung (CO-OM-ABC) im Einsatz haben

  • eine Nachbewertung der auf den Kostenträge gebuchten Leistungen zu Isttarifen vornehmen

  • Gemeinkostenzuschläge berechnen

Durch die WIP-Ermittlung ermitteln Sie den Wert der unfertigen Erzeugnisse. Im Periodischen Produkt-Controlling ermitteln Sie die Ware in Arbeit immer zu Sollkosten.
  • Abweichungen ermitteln

Sie können Abweichungen zwischen den Sollkosten und den Istkosten der Periode ermitteln. Sie können im Rahmen der Abweichungsermittlung auch den Wert des ungeplanten Ausschusses ermitteln
  • mit der Abrechnung Ware in Arbeit und Abweichungen an die Finanzbuchhaltung und die Profit-Center-Rechnung (EC-PCA) weiterleiten. Abweichungen können Sie auch an die Ergebnisrechnung (CO-PA) abrechnen.

Die Sollkosten und Istkosten des Produktkostensammlers können Sie jederzeit im Informationssystem des Produktkosten-Controllings analysieren.

Durch den Einsatz von Produktkostensammlern haben Sie die Möglichkeit, ein schlankes Controlling durchzuführen.

Produktkostensammler werden zu Fertigungsprozessen angelegt. Ein Fertigungsprozeß kann entsprechend einer Namensregel angelegt werden

Der Fertigungsprozeß wird vom System dynamisch beim Anlegen des Produktkostensammlers erzeugt. Die Nummer des Fertigungsprozesses wird im Produktkostensammler fortgeschrieben. Die Vorkalkulation zum Produktkostensammler erfolgt mit Bezug auf den Fertigungsprozeß.

Wenn Sie einen Produktkostensammler je Fertigungsversion oder je Arbeitsplan/Stückliste-Kombination anlegen, dann können Sie je Produktkostensammler die Kosten einzelner Fertigungsverfahren betrachten.

Das Periodische Produkt-Controlling mit Produktkostensammler bietet folgende Vorteile:

  • Das Produkt tritt als Kostenträger in den Vordergrund.
  • Die Kostenträgerrechnung kann unabhängig von der Fertigungsart auf dem Produktkostensammler erfolgen. Sie können den Produktkostensammler bei Werkstattfertigung, Prozeßfertigung und Serienfertigung verwenden.
  • Die Menge an Kostenträgern wird reduziert. Dies führt zu Performance-Vorteilen im Periodenabschluß der Kostenträgerrechnung und im Informationssystem.

Der Produktkostensammler kann bei anonymer Lagerfertigung und in der Serienfertigung bei Kundenauftragsfertigung mit bewertetem Kundenauftragsbestand verwendet werden. Ein Produktkostensammler kann auch vollgenerisch angelegt werden. In diesem Falle wird der Produktkostensammler zum Material ohne Bezug auf ein Mengengerüst angelegt. Zu diesem Produktkostensammler können Sie jedoch keine Vorkalkulation durchführen und keine Ware in Arbeit und keinen Ausschuß ermitteln.

Der Produktkostensammler ist zur Zeit nicht einsetzbar

  • bei Kuppelproduktion
  • bei Verwendung von Auftragsnetzen
  • bei Kundenauftragsfertigung, wenn Sie kein Serienfertiger sind
  • bei Projektfertigung

Einfluß auf den Datenbestand im Fehlerfall

Soft-/Hardwarevoraussetzungen

Besonderheiten bei der Installation

Wenn Sie bisher als Serienfertiger mit dem Produktionskostensammler gearbeitet haben, so werden diese Produktionskostensammler bei der Installation von 4.5A automatisch durch den XPRA RK_PKOSA_MLMV_X1 in Produktkostensammler umgesetzt.

siehe auch: XPRA RK_PKOSA_MLMV_X1

Auswirkungen auf die Systemverwaltung

Auswirkungen auf das Customizing

Sie definieren in den Vorschlagswerten je Auftragsart / Werk, ob die durch zu einem Fertigungsauftrag oder Prozeßauftrag durchgeführten betriebswirtschaftlichen Vorgänge entstandenen Kosten auf einem Produktkostensammler oder direkt auf dem Produktionsauftrag gesammelt werden sollen (siehe auch: Vorschlagswerte je Auftragsart festlegen).

Bei Serienfertigung werden die Kosten immer auf einem Produktkostensammler gesammelt. Deshalb muß bei Serienfertigung nicht explizit hinterlegt werden, daß die Kosten auf einem Produktkostensammler gesammelt werden sollen.

Die Abrechnung des Produktkostensammlers erfolgt periodisch. Bei der Abrechnung ermittelt das System dynamisch Äquivalenzziffern auf Basis der einzelnen Bestandssegmente, an die der Produktkostensammler Materialien geliefert hat. Die Abrechnung erfolgt auf Basis dieser Äquivalenzziffern an die entsprechenden Bestandssegmente. Die Strategie für die dynamische Ermittlung der Äquivalenzziffern ist in der Defaultregel STR (mit Strategie zur Bezugsbasisfindung) hinterlegt. Diese Defaultregel ist für jede Auftragsart des Auftragstyps "05" (Produktkostensammler) fest vordefiniert.

siehe auch:

Der Produktkostensammler ist ein Auftrag vom Auftragstyp "05" der Kostensammlerart PKMN. Kostensammler der Kostensammlerart PKSA werden ab Release 4.5A nicht mehr verwendet. Daher muß keine Kostensammlersuchstrategie mehr gepflegt werden.

Auswirkungen auf Batch-Input

Änderungen an der Oberfläche

Ab Release 4.5A ersetzt der Begriff Produktkostensammler den Produktionskostensammler der Serienfertigung.

Änderungen in der Vorgehensweise

Sie legen den Produktkostensammler manuell im Menü des Periodischen Produkt-Controllings an. Da der Produktkostensammler auch in der Serienfertigung den dort bisher verwendeten Produktionskostensammler ersetzt, legen Sie auch als Serienfertiger zukünftig Ihre Produktkostensammler immer manuell an.

Aktionen zum Beheben von Fehlern am Datenbestand

Abhängige Funktionen

Planungen

Weitere Hinweise

Ausführliche Informationen zum Produktkostensammler finden Sie im Dokument Periodisches Produkt-Controlling. Sie finden dort auch Informationen über die Besonderheiten des Produktkostensammlers in der Serienfertigung bei Kundenauftragsfertigung mit bewertetem Kundenauftragsbestand.






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