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Einrichten der Absatzplanung und des Supply Network Planning ( RELNAPO_30A_SP1_FCS_SNP )

Einrichten der Absatzplanung und des Supply Network Planning ( RELNAPO_30A_SP1_FCS_SNP )

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Kurztext

Einrichten der Absatzplanung und des Supply Network Planning

Funktionsumfang

Gehen Sie entsprechend der beschriebenen Vorgehensweise vor, wenn Sie erstmalig mit der Absatzplanung (Demand Planning) und dem Supply Network Planning arbeiten. Wenn Sie von APO-Release 2.0A auf das Folge-Release hochrüsten, dann finden Sie die entsprechenden Informationen weiter unten unter Auswirkungen auf vorhandene Daten.

In einem späteren Support-Package wird dieses Vorgehen auch für Supply Network Planning gelten. In Release 3.0A (First-Customer-Shipment und Support-Package 1) empfiehlt Ihnen SAP für das Planen mit Supply Network Planning die Verwendung der Standard-Planungsmappen. Benötigen Sie zusätzliche Planungsmappen, dann benutzen Sie beim Anlegen solcher Mappen die Standardmappen als Vorlage. Weitere Informationen über Standard-Planungsmappen finden Sie in den Release-Informationen Sichern von Daten in der Absatzplanung und Supply Network Planning und Benutzungsoberfläche der interaktiven Planung.

Vorgehensweise für das Einrichten

  1. Entscheiden Sie sich, welche Kennzahlen in InfoCubes und welche im liveCache gespeichert werden sollen. Normalerweise speichern Sie Istdaten der Absatzplanung in einem InfoCube (zusammen mit alten Plandaten) und laufende Plandaten im liveCache.
  2. Legen Sie die Kennzahlen an, die Sie für die Planung verwenden möchten und die Sie nicht bereits in einem InfoCube angelegt haben; wählen Sie hierzu in der Administrator Workbench Werkzeuge -> InfoObjects bearbeiten. Möchten Sie die Möglichkeit haben, die Werte einer Kennzahl in der interaktiven Planung zu fixieren, geben Sie die Kennzahl, in der die fixierten Werte gesichert werden sollen, im Feld Fixierte Kennzahl ein. Dieses Feld finden Sie auf der Registerkarte Typ/Einheit.
  3. Prüfen Sie in der Administrator Workbench, ob die mit dem System ausgelieferten Merkmale Ihren Anforderungen entsprechen.
Das System wird mit Standardmerkmalen ausgeliefert. Beispiele: 9AMATNR für Produkt und 9ALOCNO für Lokation. Beabsichtigen Sie, andere APO-Anwendungen als die Absatzplanung oder neben der Absatzplanung weitere APO-Anwendungen einzusetzen, dann müssen Sie mit diesen Standardmerkmalen arbeiten. Weitere Informationen hierzu finden Sie unten in Schritt 10.
  1. Genügen die ausgelieferten Merkmale Ihren Anforderungen nicht, dann legen Sie eigene an; wählen Sie hierzu in der Administrator Workbench Werkzeuge -> InfoObjects bearbeiten.
Legen Sie nur Merkmale an, die Planungsebenen darstellen, d.h. keine Merkmale, die zur Selektion und Navigation genutzt werden.
  1. Für Merkmale, die Sie zur Selektion und Navigation, jedoch nicht als Planungsebenen nutzen möchten, legen Sie Attribute an und ordnen diese einem Merkmal zu, das Sie zur Planung verwenden werden. Dieses Verfahren ermöglicht es Ihnen, mehrere Merkmale bei optimaler System-Performance zu beplanen.
Beispielsweise ordnen Sie die Attribute Vertriebsbeauftragter und Priorität dem Merkmal Kunde zu.
  1. Beabsichtigen Sie, ein oder mehr Kennzahlen in einem InfoCube zu speichern, dann legen Sie den/die InfoCube(s) in der Administrator Workbench an. Auf die Administrator Workbench greifen Sie über die Laufenden Einstellungen der Absatzplanung oder über das Customizing zu. Legen Sie BW-InfoCubes, jedoch keine APO-InfoCubes an.
  2. Legen Sie Speicherzeitraster an. Diese definieren die Perioden, in denen Daten gespeichert werden. Wählen Sie hierzu Absatzplanung -> Umfeld -> Laufende Einstellungen -> Periodizitäten für Planungsbereich. Wenn Sie Monate und Wochen in das Speicherzeitraster aufnehmen, werden die Daten für solche Abschnitte einer Woche, die in unterschiedliche Monate fallen, separat gespeichert, z.B. werden Daten für den 30. und 31. Oktober (Montag und Dienstag) in einer anderen Periode gespeichert als Daten für den 1. bis 3. November (Mittwoch bis Freitag). Siehe auch die Release-Information über Speicherzeitraster.
  3. Legen Sie Planungszeitraster an. Diese defineren die Perioden, in denen Daten angezeigt und geplant werden. Wählen Sie hierzu Absatzplanung -> Umfeld -> Laufende Einstellungen -> Zeitraster für Absatzplanung- und Supply Network Planning pflegen. Sie können verschiedene Planungszeitraster für die Vergangenheit und Zukunft verwenden. Weitere Informationen finden Sie in der Release-Information über Planungszeitraster.
  4. Legen Sie die APO-Versionen an, die Sie für die Absatzplanung und Supply Network Planning verwenden möchten, und ordnen Sie diese Versionen einem Supply-Chain-Modell zu.
Ggf. ist dieser Schritt auch zu einem früheren Zeitpunkt im Rahmen der administrativen Schritte erforderlich.
Das Konzept der Versionen unterscheidet sich von dem vorheriger Release-Stände. Release 2.0A kannte zwei Arten von Versionen: Absatzplanungsversionen, die in InfoCubes gesichert wurden, und APO-Versionen, die Modellen zugeordnet und im liveCache gespeichert wurden. In Release 3.0A gibt es lediglich eine Version: die APO-Version. Diese wird in sämtlichen APO-Anwendungen, inkl. Absatzplanung, verwendet.
In der Absatzplanung und dem Supply Network Planning sind Daten jetzt nach Planungsbereichen aufgeteilt, in denen die Version eine weitere Unterteilung darstellt. Folglich überschreiben die Daten, die Sie in Planversion 1 im Planungsbereich 1 sichern, nicht die Daten in Planversion 1 im Planungsbereich 2.
  1. Im Rahmen der Administration für die Absatzplanung (DP) und das Supply Network Planning (Kurzbezeichnung: S&DP-Administration) legen Sie eine Basis-Planungsobjektstruktur an. Die S&DP-Administration rufen Sie auf über Absatzplanung -> Umfeld -> Laufende Einstellungen -> Administration Absatzplanung und Supply Network Planning.
Eine Basis-Planungsobjektstruktur enthält beplanbare Merkmale für einen oder mehr Planungsbereiche. Sie ist die Struktur, auf der alle anderen Planungsobjektstrukturen basieren.
Die Merkmale können entweder Standardmerkmale sein und/oder solche, die Sie in der Administrator Workbench selbst angelegt haben.
Zh>Hinweis
In Support-Package 1 müssen Sie das Programm /sapapo/ts_d_objects_copy ausführen, um in Ihrem System die Standardmerkmale zu erzeugen. Hierzu verwenden Sie die Transaktion SE38.
Hinweis
Wenn Sie weder Supply Network Planning noch die Merkmalsvorplanung, jedoch andere APO-Anwendungen einsetzen, wie den Produktstamm oder die Produktions- und Feinplanung (PP/DS), dann müssen Sie zur Abbildung von Produkten das Merkmal 9AMATNR aufnehmen und zur Abbildung von Lokationen das Merkmal 9ALOCNO.
  1. Wenn Sie mit SNP arbeiten möchten, markieren Sie SNP-relevant. Die folgenden Merkmale werden automatisch in die Basis-Planungsobjektstruktur aufgenommen:
9AMATNR Produkt
9ALOCNO Lokation
9ARNAME Ressource
9APPMNAME Produktionsprozeßmodell (PPM)
9ATRNAME Transportbeziehung
9AACTNAME Aktivität

  1. Wenn Sie die Merkmalsvorplanung durchführen möchten, markieren Sie Merkmalsvorplanung. Die Standardmerkmale, die Sie zur Durchführung der Merkmalsvorplanung benötigen, werden automatisch in die Basis-Planungsobjektstruktur aufgenommen:
9AMV_PROF Merkmalsvorplanungsprofil
9AMV_TAB Merkmalsvorplanungstabelle
9AMV_ROW Merkmalsvorplanungszeile
9AMATNR Produkt

  1. Wenn Sie DP-Stücklisten-relevant markieren, wird das Merkmal 9APPMNAME automatisch in die Basis-Planungsobjektstruktur aufgenommen. Mit diesem Merkmal können Sie in der Absatzplanung Komponenten einer Produktstückliste beplanen. Diese Funktion wird in APO 3.0A FCS oder APO 3.0A Support Package 1 nicht unterstützt.
  2. Wenn Sie DP-Stücklisten-relevant markieren, wird das Merkmal 9APPMNAME automatisch in die Basis-Planungsobjektstruktur aufgenommen. Mit diesem Merkmal können Sie in der Absatzplanung Komponenten einer Produktstückliste beplanen. Diese Funktion wird in APO 3.0A FCS oder APO 3.0A Support Package 1 nicht unterstützt.
  3. Nehmen Sie alle Merkmale auf, die Sie benötigen werden.
Nehmen Sie Version nicht als Merkmal auf.
  1. Aktivieren Sie die Planungsobjektstruktur. Erst dann können Sie die Planung durchführen.
  • In der Administration Absatzplanung und Supply Network Planning (S&DP-Administration) legen Sie die Aggregate an, in denen Daten gesichert werden sollen.
  • Die Aggregate in APO sind zwar nicht mit denen im Business Information Warehouse (BW) identisch, sie haben jedoch dieselbe Aufgabe: sie sollen den Zugriff auf Daten beschleunigen und damit die Performance erhöhen. SAP empfiehlt Ihnen, mit Aggregaten in APO zu arbeiten.
    Ein APO-Aggregat enthält eine Untermenge der in der Basis-Planungssobjektstruktur enthaltenen Merkmale. Das Anlegen und Nutzen von Aggregaten ist optional. Die Daten werden stets auf der untersten Detailebene gesichert. Wenn Aggregate vorhanden sind, sichert das System die Plandaten auf den festgelegten Aggregatebenen sowie auf der untersten Detailebene. Die Daten werden zwar zweimal, jedoch konsistent gesichert; d.h., die Summe der Details entspricht dem aggregierten Wert.
    Aggregate, die Sie in der Basis-Planungsobjektstruktur von APO nutzen möchten, legen Sie so an: In der S&DP-Administration klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Basis-Planungsobjektstruktur und wählen Aggregat anlegen.
    1. Legen Sie einen Planungsbereich an.
      1. In der S&DP-Administration klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten Planungsbereiche und wählen Planungsbereich anlegen.
      2. Geben Sie einen Namen für den Planungsbereich ein, einen Namen für die Basis-Planungsobjektstruktur, auf der Ihre Planung basieren soll (eine Basis-Planungsobjektstruktur können Sie in mehr als einem Planungsbereich nutzen), den Namen des liveCache, in dem die Daten gesichert werden sollen, ferner ein Speicherzeitraster, die Währung und Maßeinheit, in der Sie planen werden, sowie einen Kurstyp. Wählen Sie Enter.
      3. Auf der Registerkarte Aggregate markieren Sie die Aggregate, die Sie als Planungsebenen nutzen möchten, und übernehmen diese auf die linke Seite des Bilds.
      4. Auf der Registerkarte Kennzahlen markieren Sie die Kennzahlen, die Sie aus der Basis-Planungsobjektstruktur in diesem Planungsbereich verwenden möchten, und übernehmen diese auf die linke Seite des Bilds.
      5. Konfigurieren Sie jede der markierten Kennzahlen. Auf das Konfigurationsbild gelangen Sie mit der Taste Detailsicht Kennzahl links oben auf der Registerkarte Kennzahlen.
    Insbesondere müssen Sie angeben, ob Daten aus einem InfoCube, einem Zeitreihen-liveCache oder einem Auftrags-liveCache gelesen oder dort gespeichert werden sollen. Generell speichern Sie laufende Plandaten im liveCache und alte Plandaten zusammen mit Istdaten in InfoCubes. Siehe entsprechende Release-Information sowie F1-Hilfe.
    1. Legen Sie auf der Registerkarte Kennzahlaggregation fest, wie jede Kennzahl aggregiert und disaggregiert werden soll. Die Standardabweichungsart lautet Pro Rata (anteilig). Die Standardeinstellung Standardeinstellung der zeitlichen Disaggregation lautet Gleichverteilung (über die Anzahl Arbeitstage); In Release 3.0A FCS ist dies die einzige mögliche Option. Weitere Informationen finden Sie in der F1-Hilfe.
    2. Entfernen Sie aus dem Aggregat auf der Registerkarte Kennzahlzuordnung solche Kennzahlen, die Sie auf dieser Ebene nicht sichern möchten. In der Regel planen Sie Werte auf einer hohen Ebene (z.B. Region) und Mengen auf einer unteren Ebene (z.B. Produkt).
    3. Möchten Sie in Supply Network Planning Ihre eigenen Merkmale verwenden, zusätzlich zu den in Schritt 10 aufgeführten, dann legen Sie hierarchische Merkmale an. Dieser Schritt ist für die Absatzplanung nicht relevant.
  • Konfigurieren Sie die Prognoseeinstellungen der Kennzahlen im Planungsbereich; klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf den Planungsbereich und wählen Sie Prognoseeinstellungen.
  • Legen Sie planbare Merkmalswertekombinationen an; wählen Sie hierzu Stammdaten -> Stammdaten Absatzplanung -> Merkmalswerte (Merkmalsausprägungen) pflegen. Das Verfahren basiert jetzt auf der Basis-Planungsobjektstruktur. Die grafische Pflege wird in Support Package 1 nicht unterstützt.
  • Ggf. berechnen Sie konstante Anteilsfaktoren. Konstante Anteilsfaktoren werden in Release 3.0A First Customer Shipment bzw. Support Package 1 nicht unterstützt.
  • Initialisieren Sie den Planungsbereich; hierzu klicken Sie in der S&DP-Administration mit der rechten Maustaste auf den Planungsbereich und wählen Für Planungsversion initialsieren. Den Planungsbereich müssen Sie stets in folgenden Fällen initialisieren: wenn Sie mit einer neuen Planversion arbeiten möchten und wenn Sie die Stammdaten der Absatzplanung (Merkmalswertekombinationen) fortschreiben möchten. Dieser Schritt ist nur dann erforderlich, wenn Sie die Daten in liveCache-Zeitreihen sichern.
  • Legen Sie für die Absatzplanung Prognoseprofile an; wählen Sie hierzu vom SAP-Easy-Access-Menü aus Absatzplanung -> Umfeld -> Prognoseprofile pflegen.
  • Legen Sie Planungsmappen und Planungssichten an (siehe entsprechende Release-Information). SAP bietet für folgende APO-Anwendungen Standardplanungsmappensichten:
    • Absatzplanung zur Erstellung von Prognosen auf der Basis einer gewünschten Prognosestrategie sowie unter Verwendung der multiplen linearen Regression oder der kombinierten Prognose

    • Supply Network Planning zur Durchführung von S&OP (Absatz- und Produktionsgrobplanung), DRP (Distributionsplanung), TLB (Transport Load Building) oder VMI (Vendor-Managed Inventory)

    1. Im Customizing ordnen Sie die Planungsmappen und Planungssichten einzelnen Benutzern zu.

    Auswirkungen auf vorhandene Daten

    Bevor Sie in einer produktiven DP-Umgebung weiterarbeiten können, müssen Sie bestimmte Umsetzungen durchführen. Weitere Informationen finden Sie im Hinweis 301488. In Support Package 1 stehen nicht sämtliche Umsetzungs-Tools zur Verfügung.






    CPI1466 during Backup   SUBST_MERGE_LIST - merge external lists to one complete list with #if... logic for R3up  
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