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Pufferprozeß mit Behälterressourcen (neu) ( RELNAPO_310_PPS_CRES )

Pufferprozeß mit Behälterressourcen (neu) ( RELNAPO_310_PPS_CRES )

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Kurztext

Pufferprozeß mit Behälterressourcen (neu)

Verwendung

  1. Einsatzmöglichkeiten des Pufferprozesses
  2. Neue Funktionen zum Pufferprozeß
    1. Abbildung des Ist-Füllstands durch Integration mit SAP R/3
    2. Alerts zur Überwachung von Behältereigenschaften
    3. Verbesserte Handhabung in der Feinplanungsplantafel
  3. Voraussetzungen für den Pufferprozeß
    1. Planungssituation
    2. Modellierung der Stammdaten
  4. Planung des Pufferprozesses
    1. Profile für die Feinplanungsplantafel
    2. Vorgehensweise bei der interaktiven Planung
  5. Einschränkungen

1. Einsatzmöglichkeiten des Pufferprozesses

Wenn Sie Ihre Produkte mehrstufig mit aufeinanderfolgenden Produktionsstufen planen, kann es erforderlich sein, das auf einer Stufe produzierte Material in einem Behälter kurzfristig zu puffern, bis es durch die nachgelagerte Produktionsstufe verbraucht wird. Dazu wird das Material auf der produzierenden Stufe in einen Pufferbehälter gefüllt und von der nachgelagerten Stufe aus demselben Behälter entnommen. Dieser Prozeß wird im folgenden als Pufferprozeß bezeichnet. Besonders kommt insbesondere in der Prozeßindustrie vor, wo in der Regel mit flüssigen Materialien gearbeitet wird.
Im SAP-APO-System wird der Pufferbehälter als Behälterressource mit Lagereigenschaften modelliert. Ab Release SAP APO 3.1 wird der Pufferprozeß planerisch unterstützt, indem

  • der geplante und der Istfüllstand einer Behälterressource in der Feinplanungsplantafel visualisiert wird
  • Warnungen speziell zum Pufferprozeß im Alert-Monitor angezeigt werden können
  • Kampagnen, die auf mehreren Produktionsstufen geplant und durch Pegging-Beziehungen miteinander verknüpt sind (Kampagnenkette), in der Feinplanungsplantafel automatisch ermittelt und manuell in einem Planungsschritt umgeplant werden können

2. Neue Funktionen zum Pufferprozeß

Zu SAP APO 3.1 stehen zur Unterstützung des Pufferprozesses folgende neue und erweiterte Funktionen zur Verfügung:

2.a) Abbildung des Istfüllstands durch Integration mit SAP R/3

Bisher wurden im Füllstand einer Behälterressource nur die geplanten Zugänge und Bedarfe abgebildet. Jetzt berücksichtigt das System auch den Istfüllstand. Dieser wird durch den füllstandsrelevanten Bestand in den Lagerorten des SAP-R/3-Systems abgebildet. Dafür wird der Ressource, die den Behälter darstellt, im SAP-R/3-System ein Lagerort zugewiesen (Lagerressource). Im SAP-APO-System wird die R/3-Lagerressource zur Behälterressource mit Lagereigenschaften und der dazugehörige Lagerort wird der Behälterressource als Sublokation zugewiesen.

Jede Warenbewegung auf einen Lagerort im SAP R/3 wirkt sich auf den Füllstand der entsprechenden Behälterressource im SAP APO aus. Die Füllstandskurve zeigt daher jetzt die Summe aus geplantem Füllstand und Istfüllstand.

Diese Funktion setzt voraus, daß Sie die Ressourcen mit Lagerort im SAP-R/3-System korrekt modelliert und ins SAP-APO-System übertragen haben. Voraussetzung hierfür ist die Verwendung des R/3-Plug-Ins PI2001.2.

Siehe : Abschnitt 3.b) Modellierung der Stammdaten

2.b) Alerts zur Überwachung von Behältereigenschaften

Im Pufferprozeß wird davon ausgegangen, daß das auf einer Ausgangsstufe produzierte Material in eine Behälterressource gefüllt und dasselbe Material von einer nachgelagerten Produktionsstufe aus demselben Behälter entnommen wird. Deshalb sind folgende Aspekte sind zu beachten:

  • Produktreinheit in der Behälterressource
In einer Behälterressource darf es keine Vermischung von unterschiedlichen Produkten geben.
  • Behälterkonformes Pegging
Füllstandsrelevante Aufträge, die auf unterschiedlichen Produktionsstufen über Pegging-Beziehungen miteinander verknüpft sind,
  • müssen auf derselben Behälterressource geplant sein

  • müssen so modelliert sein, daß die befüllende und die entnehmende Aktivität auf dieselbe Behälterressource zugreifen

Eine automatische behälterkonforme Umplanung von über Pegging-Beziehungen miteinander verbundenen Aufträgen wird nicht vom System unterstützt.
  • Füllstände
Maximale Füllstände und Mindestmengen in der Behälterressource müssen beachtet werden.

Das System unterstützt die Überwachung des Pufferprozesses, indem es Alerts ausgibt. Diese Warnungen helfen dem Produktionsplaner, bei der manuellen Umplanung in der Feinplanungsplantafel auf Probleme zu reagieren. Folgende Alerts können ausgelöst werden:

  • Menge auf Null gesetzt
Dieser Alert wird ausgegeben, wenn ein Produkt in eine Behälterressource gefüllt werden soll, in dem sich noch ein anderes Produkt befindet. Das System setzt für das noch im Behälter befindliche Produkt die Füllstandsanzeige auf Null. Beachten Sie jedoch, daß sich die Restmenge dieses Produkts immer noch in der Behälterressource befindet. Aus Sicht der Bestandsführung ist jedoch im Lagerbestand sowohl das alte als auch das neu eingefüllte Produkt gebucht. Daher muß der Produktionsplaner abhängig von der Höhe der Restmenge entscheiden, ob er dafür einen Auftrag anlegen will, der die Restmenge entnimmt.
Damit dieser Alert angezeigt wird, müssen Sie am Ressourcenstamm der Behälterressource das Kennzeichen Restfüllstände auf Null setzen gesetzt haben. Wenn Sie entsprechend auf die Alerts reagieren, können Sie sicherstellen, daß
  • der Füllstand für das nachfolgende Produkt korrekt ist, da simuliert wird, daß die Restmenge entnommen wurde
    Dadurch wird der Mindestfüllstand und der maximale Füllstand korrekt angezeigt.

  • die Produktreinheit eingehalten wird, da eine Vermischung verschiedener Produkte verhindert wird

Dieser Alert wird nur bei Zugängen, jedoch nicht bei Bedarfen ausgelöst.
  • Ungültige Mischung
Dieser Alert wird ausgegeben, wenn sich gleichzeitig zwei oder mehrere Produkte im Behälter befinden.
Hinweis:
Dieser Alert wird nicht angezeigt, wenn am Ressourcenstamm das Kennzeichen Restfüllstände auf Null setzen gesetzt ist und die Entnahme der Restmenge simuliert wurde.
  • Behälterkonformes Pegging verletzt
Dieser Alert tritt auf, wenn zwei füllstandsrelevante Aufträge auf unterschiedlichen Produktionsstufen über Pegging miteinander verknüpft sind, diese jedoch auf unterschiedlichen Behälterressourcen geplant sind.
Beispiel:
Ein Auftrag, der Behälter A befüllt, ist über Pegging mit einem Auftrag verbunden, der dasselbe Produkt jedoch aus Behälter B entnehmen soll. In diesem Fall muß der Produktionsplaner manuell das Produkt von Behälter A nach Behälter B umbuchen.
  • Maximalmenge überschritten
Die in der Behälterressource befindliche Menge überschreitet den maximalen Füllstand, der im Ressourcenstamm eingetragen ist.
  • Bestand unter Null
Die in der Behälterressource befindliche Menge ist kleiner als Null.

2.c) Verbesserte Handhabung in der Feinplanungsplantafel

Folgende Funktionen unterstützen die manuelle Planung des Pufferprozesses in der Feinplanungsplantafel:

  • Markieren von vernetzten Kampagnen (Kampagnenketten)
In SAP APO 3.1 steht Ihnen eine Funktion zur Verfügung, mit der das System alle Vorgänge, Aufträge oder Kampagnen markiert, die zu einer Kampagnenkette gehören. In der Feinplanungsplantafel können Sie unter Bearbeiten → Markieren → Weitere → Vernetzte Kampagnenfür markierte Objekte (Auftrag, Vorgang oder Kampagne) automatisch über mehrere Produktionsstufen die dazugehörige Kampagnenkette markieren lassen. Auf diese Weise können sie eine gesamte Kampagnenkette per Drag and Drop umplanen.
  • Visualisierung des Istfüllstands
  • Im Diagrammbereich kann der maximale Füllstand und der Mindestfüllstand in Form einer roten Linie angezeigt werden. Über das Kontextmenü können Sie alle Kurven ein- und ausblenden.

  • Im Tabellenbereichkönnen für Behälterressourcen zusätzlich folgende Felder angezeigt werden:

- Maximaler Lagerbestand
- Minimale Produktionsmenge
- Einheit Lagerbestand
Sie ist zugleich die Einheit des Füllstands.
  • Wenn Sie einen Doppelklick auf eine horizontale Füllstandslinie machen, erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie Informationen über das Produkt entnehmen können, das sich momentan im Bestand befindet.

  • Wenn Sie einen Doppelklick auf eine befüllende oder entleerende Linie machen, erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie folgende Informationen über die Aufträgeentnehmen können, die diese Füllstandsveränderung verursachen:

- die Produkte, die sich aktuell im Behälter befinden
- die dazugehörigen befüllenden und entleerenden Aufträge
Daneben können Sie in diesem Dialogfenster
- Details zum Auftrag und Vorgang sowie das dazugehörige Netz anzeigen
- Objekte zu einem Auftag markieren

3. Voraussetzungen für den Pufferprozeß

Damit die Pufferplanung vom System planerisch unterstützt und ein machbarer Plan erzeugt werden kann, muß die unten beschriebene Planungssituation vorliegen und die Stammdaten entsprechend den Besonderheiten des Pufferprozesses modelliert sein.

3.a) Planungssituation

  • Sie haben für Ihre Produkte über mehrere Produktionsstufen hinweg eine Produktionsplanung durchgeführt und für die Materialkomponenten Bedarfe und Zugänge angelegt.
  • Sie haben für jede einzelne Produktionsstufe eine Kampagnenplanung durchgeführt. Es liegen Produktionskampagnen vor, in denen die Aufträge zu einem Produkt zusammengefaßt werden. Alle Aufträge einer Kampagne erzeugen dasselbe Produkt und benötigen dieselben Materialkomponenten.
  • Sie haben die Kampagnenketten so geplant, daß der Bedarf aller Aufträge einer Kampagne an einer Komponente in der Regel durch genau eine vorangehende Kampagne befriedigt wird, d.h. die Vernetzung zwischen den Produktionsstufen sollte möglichst linear sein.
    Produktionskampagnen aller Produktionsstufen, die miteinander durch Pegging-Beziehungen verbunden sind, werden als Kampagnenkette bezeichnet.

3b) Modellierung der Stammdaten

Sie haben die Stammdaten (Materialien, Ressourcen, Planungsrezepte) im SAP-R/3-System angelegt und diese mit einem aktiven Integrationsmodell in das SAP-APO-System übertragen. Dort müssen Sie ggf. die integrierten Stammdaten korrigieren und noch zusätzliche Stammdaten nachpflegen. Um den Pufferprozeß abzubilden, müssen für Ressourcen und PPMs folgende Einstellungen definiert sein:

Ressourcen

  • Die Lagerressoucen aus dem SAP-R/3-System werden im SAP-APO-System als Multi-Activity-Ressourcen mit Lagereigenschaften (Behälterressource) angelegt.
    Der Lagerort an der R/3-Lagerressource wird als Sublokation der Behälterressource übertragen. Die Zuordnung einer Sublokation zu einer Ressource kann im SAP-APO-System nicht gepflegt werden, sondern wird ausschließlich bei der Übertragung der Ressource aus dem SAP-R/3-System angelegt oder geändert.
  • Sie stellen sicher, daß an den Behälterressourcen folgende Einstellungen gepflegt sind, andernfalls müssen Sie diese nachpflegen:

Da ein Pufferbehälter gleichzeitig befüllt und entleert werden kann, müssen Sie die Kapazität der Ressource so groß definieren, daß Befüll- und Entnahmeaktivitäten ggf. überlappend eingeplant werden können. Während z.B. auf der einen Produktionsstufe eine Aktivität den Pufferbehälter befüllt, kann auf der übergeordneten Produktionsstufe eine andere Aktivität Material zur gleichen Zeit aus dem Pufferbehälter entnehmen.
Die Höhe der Kapazität ist durch technische Restriktionen (z.B. Anzahl der Ventile an einem Kessel) vorgegeben.
  • Sublokation

Der Lagerort der R/3-Ressource wurde korrekt übernommen.

Dieses Kennzeichen ist gesetzt.
  • Dimension

Sie geben eine Dimension (z.B. Liter) an, in der der Füllstand angezeigt werden soll.
  • Max. Lagerbestand

Der maximale Lagerbestand ist zugleich der maximale Füllstand in einem Pufferbehälter.

Dieses Kennzeichen ist gesetzt.
  • Für den Pufferprozeß gilt, daß die Kampagnen auf den Produktionsressourcen ununterbrochen sein müssen. D.h. folgende Kampagnenbedingungen müssen erfüllt sein:
  • Die auf dieser Ressource laufende Produktionskampagne muß ununterbrochen sein, d.h. die Aufträge einer Kampagne dürfen nicht durch einen Vorgang, der nicht zu dieser Kampagne gehört, unterbrochen werden.

  • Auf dieser Ressource muß der Rüstauftrag am Anfang oder der Reinigungsauftrag am Ende der Kampagne liegen.

  • Wenn mit alternativen Ressourcen gearbeitet wird, sollten alle Vorgänge einer Kampagne dieselbe alternative Ressource belegen.

Auf den Behälterressourcen dagegen dürfen die Kampagnenbedingungen nicht berücksichtigt werden, damit beispielsweise die Behälterressource von einer Aktivität der Kampagne A befüllt werden kann, während eine Aktivität der Kampagne B zur gleichen Zeit entleert.
Über das Kennzeichen Kampagnenrelevantam Ressourcenstamm können Sie festlegen, für welche Ressourcen die Kampagnenbedingungen geprüft werden können. Für den Pufferprozeß gilt, daß
  • mindestens eine Produktionsressource kampagnenrelevant sein muß

  • keine Behälterressource kampagnenrelevant sein darf

Produktionsprozeßmodell (PPM)

  • Im PPM ist eine Entnahme- oder eine Befüllaktivität definiert, die auf eine Behälterressource greift.
  • Die Entnahme- oder Befüllaktivität hat einen Ressourcenverbrauch, der größer als Null ist.
  • Der Entnahme- oder Befüllaktivität ist eine Produktfluß-ID zugeordnet. Der Produktfluß beschreibt den zeitlichen Verlauf der Befüllung oder Entleerung des Pufferbehälters durch die Aktivität. Diese Information wird zur Anzeige des Füllstands verwendet.
    Sie sollten den Produktfluß und die Verbrauchsart zu der Entnahme- oder Befüllaktivität konsistent modellieren.
Die Verbrauchsart des Input- oder Output-Produkts beschreibt den zeitlichen Verlauf der Bestandserhöhung oder -senkung in der Lokation durch die Aktivität. Der Bestand ist relevant für das Pegging.
Beispielsweise sollte für ein Input-Produkt als Produktfluß-ID eine Entnahme eingestellt sein. Für ein Output-Produkt dagegen sollte als Produktfluß-ID eine Befüllung eingestellt sein. Auch der Zeitpunkt der Befüllung oder Entnahme (am Anfang, am Ende und kontinuierlich) sollte gleich sein.
Hinweis:
Im Planungsrezept des SAP-R/3-Systems können Sie nur für Materialkomponenten eine Produktfluß-ID pflegen. Wenn Sie auch für das Kopfmaterial eine Produktfluß-ID aus dem SAP-R/3-System übernehmen wollen, müssen sie das Kopfmaterial als Intramaterial in die Stückliste für dieses Kopfmaterial aufnehmen. Das Intramaterial ist dabei das Stücklisten-Kopfmaterial mit der negativen Basismenge. Dieses Intramaterial wird durch das Core Interface (CIF) in einen Produktfluß für das Stücklisten-Kopfmaterial umgewandelt.

4. Planung des Pufferprozesses

4a) Profile für die Feinplanungsplantafel

Folgende Profile müssen Sie gepflegt haben, damit das interaktive Umplanen des Pufferprozesses von der Feinplanungsplantafel grafisch und funktional unterstützt werden kann:

Plantafelprofil

Das Plantafelprofil sollte folgende Teilbilder enthalten:

  • Ressourcenteilbild für Kampagnen und Aktivitäten
  • Füllstandsteilbild für Behälterressourcen mit Bestandsverlauf
  • Produktbestandsteilbild mit Auftragsnetz

Strategieprofil

Das Strategieprofil sollte folgende Einstellungen enthalten:

  • Planungsmodus: Lücke suchen
  • Planungsrichtung: Vorwärts
  • Kampagnenbedingungen berücksichtigen
  • Auftragsinterne Anordnungsbeziehungen immer beachten
  • Maximalabstände beachten
  • Dynamisches Pegging innerhalb des Propagierungsbereichs beachten
  • Aktuelle Modi beibehalten

Alert-Profil

Damit Sie im Alert-Monitor über Bedingungsverletzungen informiert werden, die im Rahmen der Pufferplanung aufgetreten sind, müssen im PP/DS-Alert-Profil die unten aufgeführten Alerts enthalten sein. Dieses Alert-Profil müssen Sie dem entsprechenden Gesamtprofil zuordnen.

  • Auftrag erzeugt Überdeckung
  • Auftrag hat Unterdeckung
  • Maximalmenge überschritten
  • Bestand < 0
  • Ungültige Mischung
  • Menge auf 0 gesetzt
  • Behälterkonformes Pegging verletzt

4.b) Vorgehensweise bei der interaktiven Planung

Im folgenden ist beschrieben, wie Sie bei der interaktiven Planung des Pufferprozesses vorgehen können. Der Pufferprozeß setzt dann ein, wenn die Produktionsplanung bereits abgeschlossen ist. Im PP/DS liegen Aufträge vor, die auf folgende Weise entstanden sein können:

  • durch Übertragung aus dem SAP-R/3-System
  • durch Generierung bei der automatischen Produktionsplanung
  • durch Umsetzung aus SNP-Aufträgen
  • durch manuelles Anlegen

Auf allen Produktionsstufen wurden Produktionskampagnen gebildet (siehe Abschnitt 3a) Planungssituation).

Bei der bisherigen Planung wurden die Füllstände der Behälterressourcen jedoch nicht berücksichtigt. Deshalb liegen zu diesem Zeitpunkt in der Regel Probleme vor, die durch Alerts dargestellt werden. Sie müssen nun in der Feinplanungsplantafel manuell die Fehler korrigieren. Sie gehen dazu wie folgt vor:

  1. Sie überprüfen den Produktionsplan.
Planungsinformationen und Planungsprobleme entnehmen Sie
  • dem Alert-Monitor

  • dem Füllstandsteilbild

  • dem Produktbestandsteilbild

  1. Sie beheben die Probleme durch manuelle Umplanung. Sie gehen bei der Lösung der Planungsprobleme so vor, daß stets die ganze Kampagnenkette berücksichtigt wird. Nach jedem Umplanungschritt überprüfen Sie den Alert-Monitor auf eventuell neu entstandene Alerts und berücksichtigen diese bei Ihrem nachfolgenden Umplanungsschritt.
Sie schaffen zunächst freie Kapazität, indem Sie Kampagnenketten ausplanen oder in die Zukunft verschieben.
Sie bearbeiten die problematischen Kampagnenketten der zeitlichen Reihenfolge nach von links nach rechts auf der Feinplanungsplantafel. Sie beginnen mit der zeitlich frühesten inkonsistenten Kampagnenkette und bewegen sich in Richtung Zukunft. Sie planen dabei abwechselnd mit Planungsrichtung vorwärts und rückwärts. Dadurch erreichen Sie eine gute Ausgangssituation für die spätere Feinplanung des Pufferprozesses.
Abhängig vom Planungsproblem können Sie wie folgt vorgehen:
  • Sie planen Vorgänge manuell auf eine andere Ressource um (Moduswechsel), so daß die befüllende und die entnehmende Kampagne auf dieselbe Behälterressource greifen.

Hinweis:
Beachten Sie, daß Sie im Falle der Moduskopplung für die nachfolgende Kampagne ebenfalls manuell den Moduswechsel vornehmen müssen.
  • Sie planen Aufträge oder Vorgänge manuell auf einen anderen Termin um, damit die konsumierende Stufe erst dann produziert wird, wenn sich im Pufferbehälter planerisch genügend Material befindet.

  • Sie markieren ganze Kampagnenketten und planen diese mit Drag and Drop um.

  • Sie ändern die Reihenfolge von befüllenden und entnehmenden Vorgängen auf der Behälterressource, so daß der maximale Füllstand der Behälterressource nicht überschritten wird.

  • Sie legen Aufträge für Restmengen im Pufferbehälter an und reagieren so auf den Alert Menge auf Null gesetzt.

5. Einschränkungen

Beachten Sie folgende Einschränkungen:

  • Behälterressourcen und damit Füllstände können bei der SNP-Planung nicht berücksichtigt werden.
  • Wenn die Pegging-Beziehungen nicht behälterkonform geplant sind, kann das System nicht automatisch den Wechsel auf eine alternative Ressource vornehmen.
  • Der Füllstand wird nicht planerisch unterstützt, sondern nur durch Visualisierung in der Feinplanungsplantafel und durch Warnungen im Alert-Monitor.
  • Der maximale Füllstand und die Produktreinheit können verletzt werden.
  • Wenn Sie im SAP-R/3-System manuell Materialkomponenten ändern oder hinzufügen, geht für diese Komponenten die Produktfluß-Information im SAP-APO-System verloren. Diese Produktfluß-Information kann im R/3-Auftrag auch nicht manuell erfaßt und an SAP APO übertragen werden.
  • Wenn die Rückmeldung auf eine andere Behälterressource als auf der ursprünglich geplanten erfolgt, dann wird die Warenbewegung nicht automatisch auf den neuen Lagerort gebucht. In diesem Fall müssen Sie den Lagerort ebenfalls manuell ändern.

Auswirkungen auf den Datenbestand

Auswirkungen auf die Datenübernahme

Auswirkungen auf die Systemverwaltung

Auswirkungen auf das Customizing

Weitere Informationen






rdisp/max_wprun_time - Maximum work process run time   ABAP Short Reference  
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Length: 29267 Date: 20240415 Time: 211754     sap01-206 ( 398 ms )